ARA: Zehn-Punkte-Plan der Wirtschaft ist eine „Jahrhundertchance“

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Foto: Reinhard Weikert / abfallbild.de

„Die österreichische Bundesregierung hat jetzt die Jahrhundertchance, mit einem umfassenden, ganzheitlichen Konzept zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft Vorbild für ganz Europa in Sachen Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung zu werden“, kommentiert der Vorstand der Altstoff Recycling Austria AG (ARA), Werner Knausz, den von der WKÖ vorgelegten Zehn-Punkte-Plan zur Kreislaufwirtschaft.

„Die ARA befindet sich im Eigentum der österreichischen Wirtschaft, die die Kreislaufwirtschaft in Österreich sowohl inhaltlich als auch finanziell verantwortet. Die Unternehmen benötigen dafür Planungs- und Investitionssicherheit. Diese kann nur ein nachhaltiger, gesamthafter Ansatz gewährleisten, der alle Ziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets und der EU-Kunststoffrichtlinie berücksichtigt.“ Der Zehn-Punkte-Plan sei „ein großer Schritt in die richtige Richtung“.

Das Zauberwort heißt „alltagstauglich“

Das von der Wirtschaftskammer präsentierte Paket, so Knausz weiter, setze auf die weitere Verbesserung und Vereinheitlichung der bereits jetzt ausgezeichneten Sammel- und Verwertungsstrukturen in Österreich statt auf neue Parallelsysteme: „Das können wir vollinhaltlich unterstützen. Wir treten seit Jahren dafür ein, dass die getrennte Sammlung in Österreich vereinheitlicht wird und noch näher am Konsumenten stattfindet. Das Zauberwort heißt ‚alltagstauglich‘: Wenn es noch einfacher und bequemer ist, trennen die Menschen ihren Abfall noch besser. Und ohne die Mitwirkung der Konsumentinnen und Konsumenten wird kein System funktionieren.“ Daher seien erhöhte Convenience für die Bürgerinnen und Bürger sowie Angebote für den Unterwegskonsum das Gebot der Stunde.

Österreich befinde sich diesbezüglich bereits auf einem sehr guten Weg – bis auf Kunststoff befinde man sich bei den EU-Recyclingquoten schon fast am Ziel. Und auch beim Gewerbeabfall – „eine Goldgrube an Wertstoffen“ – stehe die ARA in enger Abstimmung mit den Kommunen, Recyclinghöfen und Altstoffsammelzentren in regelmäßigem Kontakt, damit dort zukünftig noch besser getrennt werden könne. „Wir brauchen für die Kreislaufwirtschaft keine schrittweisen Einzelmaßnahmen, sondern die beste Lösung für Österreich. Wir brauchen eine langfristige 100-prozentige Gesamtlösung, die auf allen Stufen der Abfallhierarchie ansetzt und alle EU-Ziele berücksichtigt. Die Bundesregierung muss dazu die Ziele vorgeben, wir stehen für eine effektive, effiziente und ökologisch sinnvolle Umsetzung bereit“, betont Knausz abschließend.

Quelle: Altstoff Recycling Austria AG (ARA)

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