AET erhält Auftrag für Lieferung einer biomassebefeuerten Kesselanlage

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Die Solvay-Anlage in Rheinberg, wo ein umfassendes Modernisierungsprojekt für die Energieversorgung durchgeführt wird (Bildquelle: Solvay Gruppe)

Die Solvay Gruppe modernisiert am Unternehmensstandort Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) ein Kohlekraftwerk. Die biomassebefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage von Aalborg Energie Technik (AET) soll die Nutzung fossiler Brennstoffe um 25 Prozent reduzieren.

Der AET Biomassekessel wird den Angaben nach örtlich beschaffte Hackschnitzel aus Recyclingholz verbrennen. Die Anlage wird für eine eingebrachte Brennstoffwärme von 90 MWt und einen Kesselwirkungsgrad von 92 Prozent ausgelegt. Im Lieferumfang sind ein AET Verbrennungssystem, ein AET Biomassekessel, ein AET SNCR DeNOx System, eine Rauchgasreinigungsanlage, ein Kesselhaus, ein elektrisches System und ein SPS-Steuerungs- und SCADA-System enthalten.

Das AET Verbrennungssystem und der AET Biomassekessel werden für das Projekt optimiert und sind ähnlich aufgebaut wie der Kessel für Tilbury Green Power, der kürzlich von AET in Betrieb gesetzt wurde. Der Kessel ist mit einer Verweilzeit von zwei Sekunden bei 850°C ausgelegt und mit einer korrosionsbeständigen Inconel-Verkleidung im Feuerraum versehen.

Der AET Biomassekessel hat eine kurze Anlaufzeit und eine schnelle Abschaltzeit, da im Kessel so gut wie kein Mauerwerk vorhanden ist. Dieses reduziert zudem das Risiko von Schlackenbildung, senkt die Wartungskosten erheblich und erhöht gleichzeitig die Verfügbarkeit.

Der Eigenverbrauch der Kesselanlage, einschließlich des Rauchgasreinigungssystems, der Gebläse usw., beträgt weniger als 1,3 Prozent der eingebrachten Brennstoffwärme. Somit kann Solvay mehr Strom für den Export und/oder ihre eigene Fabrik produzieren. Die Kombination des AET Verbrennungssystems, der AET Biomassekesselanlage und des AET SNCR DeNOx Systems stellt niedrige Emissionen sicher, damit die Verordnung 17. BlmSchV und die neuen BVT-assoziierten Emissionswerten der EU eingehalten werden. Die Werte der Schwermetalle und Dioxinen/Furanen werden deutlich unter den zulässigen Grenzwerten liegen, verspricht der Hersteller.

Um eine reibungslose Integration mit dem Solvay Werk sicherzustellen, wird das DCS-System, das derzeit im Solvay-Werk verwendet wird, für die gesamte KWK-Anlage genutzt. Darüber hinaus wird der Aufbau der Kesselanlage an das vorhandene Kraftwerk am Standort von Solvay angepasst, um Synergien, beispielsweise beim Betrieb, bei der Wartung und bei der Sicherheit, zu erzeugen. Mit der Spezialkonstruktion des Kessels, des Kesselhauses, des Gewebefilters und der übrigen Komponenten kann AET die hohen Erwartungen in Bezug auf Lärmreduzierung und Anlagenverfügbarkeit erfüllen.

Quelle: Aalborg Energie Technik (AET)

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