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Der Kupferpreis zog im November-Monatsmittel um 2,9 Prozent an

Die globale Kupferminenproduktion lag bis Ende September 2023 um 1,1 Prozent über derjenigen des Vorjahreszeitraums. Trotz einiger Mineneröffnungen und Kapazitätserweiterungen konnte der Gesamtoutput in den ersten neun Monaten nur in diesem geringen Maße gesteigert werden.

Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information. Betriebsstörungen, schlechte Witterungsbedingungen und geringe Kupfergehalte belasteten die Minenproduktion in den größten Förderländern. Die chilenische Produktion ging um 1,9 Prozent zurück; die Fördermengen im dritten Quartal lagen aber wieder über dem Vorjahreswert. Der um sieben Prozent höhere Output der Demokratischen Republik Kongo sorgte dennoch für den leichten Anstieg der globalen Produktion. Die Kapazitätsauslastung fiel um drei Prozentpunkte geringer aus. Die Raffinadeproduktion konnte bis Ende September um 5,3 Prozent gesteigert werden: Hohe Anstiege in China und dem Kongo waren verantwortlich dafür, während in allen anderen Regionen rückläufige Produktionszahlen zu beobachten waren. Der Kupferverbrauch legte um drei Prozent zu, aufgrund einer hohen Nachfrage aus China. Es entstand ein geringer Angebotsüberschuss von 35.000 Tonnen.

Die Kupferlagerbestände gingen im Verlaufe des November 2023 sowohl an der LME also auch an der SHFE leicht zurück, nachdem im September die LME-Bestände stark zugenommen hatten. An der SHFE lagerten Ende November mit 35.800 Tonnen nur noch knapp die Hälfte der Bestände von vor einem Jahr. Die Bestände an der LME lagen Ende November bei 178.500 Tonnen. An der Comex lagern 17.700 Tonnen. Die Bestände decken den Bedarf von gut drei Tagen. Nach dem Angebotsdefizit von 431.000 Tonnen im letzten Jahr, kann man in diesem Jahr mit einem relativ balancierten Markt rechnen, der noch in ein Angebotsdefizit umschlagen könnte.

Der Kupferpreis zog im Monatsmittel im November 2023 um 2,9 Prozent an. Ende November lag der Preis gut 300 US-Dollar pro Tonne höher als zum Monatsbeginn. Der Anstieg des Kupferpreises könnte auf die Erholung der Nachfrage des größten Kupferverbrauchers China zurückzuführen sein, die die geringe Nachfrage aus dem europäischen und nordamerikanischen Raum kompensiert. Die generelle konjunkturelle Eintrübung der Weltwirtschaft hatte im Jahresverlauf für rückläufige Kupferpreise gesorgt.

Langfristig wird Kupfer jedoch ein Profiteur von globalen Megatrends sein: Für E-Vehicles, die Energiewende und die Elektrifizierung industrieller Prozesse werden große Mengen an Kupfer benötigt. In den nächsten Jahren ist trotz geplanter Kapazitätsausweitungen in den Minen mit einem Nachfrageüberhang bei Kupfer zu rechnen, der sich in den Preisen widerspiegeln  wird. Die  investive Kupfernachfrage ging im November nach Anstiegen in den Vormonaten um zwölf Prozent zurück. Bis Ende des ersten Quartals 2024 erwartet die IKB ein Preisniveau von 8.300 US-Dollar pro Tonne mit einer Bewegung in einem Band von +700 US-Dollar pro Tonne um diese Marke.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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