Kommunen und Hochschulen nutzen immer mehr Recyclingpapier

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Die Ausgezeichneten des Papieratlas 2021 mit Parlamentarischem Staatssekretär Florian Pronold im Bundesumweltministerium in Berlin (Foto: BMU/Sascha Hilgers)

Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold hat am Dienstag im Bundesumweltministerium in Berlin die Gewinner des Papieratlas 2021 ausgezeichnet. In den drei Wettbewerben um die Titel als recyclingpapierfreundlichste Stadt, Landkreis und Hochschule setzten sich Leverkusen, der Landkreis Ebersberg und die Universität Bremen durch. „Aufsteiger des Jahres“ sind Oberhausen, der Unstrut-Hainich-Kreis und die Universität Passau.

Die Stadt Solingen und die Universität Osnabrück erhielten Sonderauszeichnungen für langjähriges vorbildhaftes Engagement. Mit 220 Teilnehmern verzeichnet der von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihren Partnern ausgelobte Papieratlas 2021 eine Rekordbeteiligung und neue Bestwerte bei der Nutzung von Papier mit dem Blauen Engel.

Der Papieratlas bildet den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten, Landkreisen und Hochschulen ab. Die 103 Groß- und Mittelstädte stellen mit über 92 Prozent Recyclingpapier einen neuen Rekord auf. Am Landkreiswettbewerb beteiligten sich erstmals 67 Landkreise, die durchschnittlich 84 Prozent Blauer-Engel-Papier nutzen. Die 50 Hochschulen steigern ihre Recyclingpapierquote auf 78 Prozent. Gemeinsam bewirken die Teilnehmer mit der Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel eine Einsparung von über 500 Mio. Liter Wasser und 100 Mio. Kilowattstunden Energie.

„Das außergewöhnliche Engagement der Teilnehmer macht deutlich, welche Relevanz Papier auch in einer zunehmend digitalen Welt hat. Der Papieratlas motiviert überall dort, wo die Kommunen und Hochschulen bewusst Papier verwenden, auf den Blauen Engel zu achten und fördert so eine nachhaltige Beschaffung“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der IPR.

Der Papieratlas wurde 2008 von der IPR ins Leben gerufen, um mittels eines positiven Wettbewerbs die ökologischen Einsparpotenziale von Recyclingpapier in den Städten auszuschöpfen. Seit 2016 können sich Hochschulen und seit 2018 auch Landkreise an eigenen Wettbewerben beteiligen. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Hochschulverband.

Quelle: IPR – Initiative Pro Recyclingpapier

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