Refurbished-Produkte schonen das Klima, aber produzieren zugleich selbst Emissionen

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Die Wiederaufbereitung gebrauchter Geräte macht jährlich 36.277 Tonnen CO2 aus (Bild: Back Market)

Back Market veröffentlicht erstmals seine CO2-Bilanz und hat eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um die Auswirkungen weiter zu reduzieren.

Back Market, der führende Onlinemarktplatz für generalüberholte Technik, hat ein CO2-Audit durchgeführt, um die Auswirkungen der Refurbished-Industrie offenzulegen. Auf dieser Grundlage hat Back Market einen Plan zur gezielten Senkung seiner Kohlenstoffdioxid-Emissionen entwickelt. Diese Nachhaltigkeitsstrategie ist in einem Trello-Board für alle Konsumenten sichtbar.

CO2-Emissionen des Marktplatzes und des Refurbishing-Prozesses

In seiner CO2-Bilanz präsentiert Back Market die jährlichen Umweltauswirkungen seines Refurbished-Marktplatzes. Hierzu zählt der Online-Marktplatz, aber nicht nur seine eigenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen, sondern zugleich die indirekten Auswirkungen, die durch die Generalüberholung in den Partnerwerkstätten sowie den Kauf und die Nutzung der Elektronikgeräte durch die Kunden entstehen. Dabei machen die indirekten Auswirkungen ganze 98 Prozent der gesamten CO2-Emissionen aus. Die Ergebnisse im Überblick:

Direkte Emissionen: 1.808 Tonnen CO2 aus den Bereichen

  • Website und Datenspeicherung (133 Tonnen CO2)
  • Marketing (410 Tonnen CO2 Online-Marketing, 48 Tonnen CO2 physisch)
  • Büroräume und Mitarbeiter (225 Tonnen CO2)
  • Dienstleistungen wie Banken, Versicherungen, Consulting (992 Tonnen CO2)

Indirekte Emissionen: 50.751 Tonnen CO2 aus den Bereichen

  • Generalüberholung der Geräte (36.277 Tonnen CO2)
  • Versand und Logistik (2.024 Tonnen CO2)
  • Kundennutzung der über die Website verkauften Geräte (12.451 Tonnen CO2)

Der Aktionsplan von Back Market, um seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren

„Mit unserem Marktplatz wollen wir die Welt durch den Verkauf generalüberholter Geräte ein Stück besser machen. Wir wissen aber auch, dass unser Kampf für die Reduzierung der Auswirkungen von Technik einen eigenen ökologischen Fußabdruck hat. Daher haben wir einen Plan entwickelt, um diesen Einfluss auf den Planeten noch weiter zu reduzieren“, sagt Camille Richard, Leitung Corporate Social Responsibility bei Back Market.

Im Fokus der Nachhaltigkeitsstrategie von Back Market steht die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Für jeden der genannten Bereiche hat sich Back Market Ziele gesetzt, die in der Nachhaltigkeitsstrategie einsehbar sind. Die Pläne zur CO2-Reduzierung orientieren sich an den Empfehlungen des Weltklimarats IPCC, die globale Erwärmung bis 2050 auf 1,5 °C zu begrenzen. Derzeit liegen die durchschnittlichen Emissionen pro verkauftem Refurbished-Produkt bei 2,3 Kilogramm CO2. Ziel des Startups ist es, diese Zahl bis 2023 auf zwei Kilogramm CO2 zu senken.

Hintergrund

Die Digitalisierung macht derzeit vier Prozent der globalen CO2-Emissionen aus – die Hälfte davon allein durch die Produktion von Digitalgeräten. Back Market hat es sich seit 2014 zur Mission gemacht, die Kreislaufwirtschaft von Technik zu fördern und gegen die global steigende Menge an Elektroschrott zu kämpfen, die aktuell rund 53,6 Millionen Tonnen weltweit beträgt. Seit seiner Gründung hat Back Market dazu beigetragen, mehr als 300.000 Tonnen CO2 zu vermeiden, sowie ebenso Rohstoffe, Wasser und E-Waste einzusparen.

Quelle: Back Market

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