Hohenheimer Zukunftsgespräch online: Wie nachhaltig kann Verpackung sein?

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Verpackungen (Foto: © piu700 / http://www.pixelio.de)

Mittwoch, 28. April 2021, 18 Uhr, Zoom-Meeting: Online-Diskussionsreihe zum Wissenschaftsjahr 2021 „Bioökonomie“, die Universität Hohenheim lädt ein.

Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammendenken ist ein Anliegen der Bioökonomie, wie sie an der Universität Hohenheim in Stuttgart erforscht und gelehrt wird. Anlässlich des Wissenschaftsjahrs 2021 „Bioökonomie“ bringt die Universität interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Handeln in einem neuen Online-Format miteinander Gespräch.

Im Mittelpunkt stehen innovative Projekte, aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Kontroversen auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise im Zeichen der Bioökonomie. Das erste Zukunftsgespräch am 28. April stellt die Frage: „Wie nachhaltig kann Verpackung sein?“ Interessierte Bürger, Blogger und Journalisten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich aktiv in das Gespräch einzubringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die stetig wachsende Menge an Verpackungsmüll gehört zu den dringenden Herausforderungen unserer Zeit. Viele Verpackungen werden nur einmal genutzt, wandern dann in den Müll und werden verbrannt anstatt recycelt. Werden Plastikverpackungen nicht ordnungsgemäß entsorgt und gelangen in die Umwelt, belasten sie sensible Ökosysteme. Zudem werden Kunststoffe bislang noch immer überwiegend aus begrenzt verfügbarem Erdöl hergestellt.

In der EU liegt Deutschland mit 38 Kilogramm Abfall pro Kopf und Jahr auf Platz 4 (Quelle: Böll Stiftung: Plastikatlas). Die Corona-Pandemie und damit verbunden gestiegene Hygienestandards haben die Erwartungen gegenüber Umverpackungen von Lebensmitteln erneut erheblich beeinflusst. Alternative Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen könnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Entsprechende Herstellungsverfahren sind bereits entwickelt und werden auch schon in der Praxis eingesetzt. Allerdings stellen sie auf dem Markt bislang nur einen sehr kleinen Anteil dar.

Wo stehen Wissenschaft, Wirtschaft und Handel heute? Was braucht es, damit sich grüne Innovationen in der Praxis wirklich durchsetzen? Welche Hürden gibt es? Welche Rolle haben Verbraucher? Diese und ähnliche Fragen stehen beim ersten Hohenheimer Zukunftsgespräch am Mittwoch, den 28. April 2021, von 18 bis 19:30 Uhr im Mittelpunkt.

Es diskutieren:

  • Patricia Eschenlohr, Gründerin der Landpack GmbH und Sprecherin Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern
  • Dr. Andrea Kruse, Universität Hohenheim, Leiterin Fachgebiet Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe
  • Michaela Meyer, Edeka Südwest, Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit

Moderation: Prof. Dr. Bernd Ebersberger, Universität Hohenheim, Leiter Fachgebiet für Innovationsmanagement.

Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und nachzufragen. Die Online-Veranstaltung findet als Zoom-Meeting statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach Anmeldung erhalten Sie die Teilnahmebestätigung und den finalen Zugangs-Link zur Online-Veranstaltung.

Veranstaltung und Anmeldung

Quelle: Universität Hohenheim

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