China setzt Qualitätsstandards für mechanisch aufbereitete Sekundärrohstoffe

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Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

Das ab dem 1. Januar 2021 geltende chinesische Importverbot für Abfälle zielt darauf ab, nur noch Produkte beziehungsweise hochwertig aufbereitete Materialien zur Deckung des künftigen Materialbedarfs der Industrie ins Land zu lassen. Einige Normen wurden bereits veröffentlicht. Doch die Arbeit an weiteren Standards läuft weiter.

Die Standardization Administration of China (SAC), das chinesische Nationalkomitee der ISO und IEC, arbeitet an weiteren Standards unter anderem für Eisen und Stahl; das heißt für Eisen- und Stahlschrott, der mechanisch behandelt wurde.

Die Normen stehen für hohe Qualitätsanforderungen der Sekundärrohstoffe und haben den gleichen Zweck wie die Unterscheidung zwischen Abfall und Nichtabfall in der Europäischen Abfallrahmenrichtlinie beziehungsweise die Festlegung des Abfallendes gemäß den Verordnungen EU 3333/3022 für Fe-Schrotte und Aluminium, 715/2013 für Kupfer und 1179/2012 für Glasscherben.

Damit diese Vorschriften und Normen legitimiert werden, ist es wichtig, dass die Rahmengesetzgebung in der Basler Konvention der Vereinten Nationen unter anderem ausdrücklich anerkennt, dass das Recycling von organischen Stoffen, Metallen und anderen anorganischen Materialien durch „mechanisches Recycling“ sowie durch andere Technologien und Techniken erfolgt. Um diese Formulierung kämpft der bvse gerade mit dem europäischen Dachverband EuRIC.

Quelle: BIR und bvse

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