Richtlinie angekündigt: Abu Dhabi soll bis 2021 frei von Einwegplastiktüten sein

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Skyline Abu Dhabi City (Foto: Pixabay)

Neue Politik der Environment Agency – Abu Dhabi zielt auf die Reduzierung von Einwegkunststoffen im Emirat ab.

Die Environment Agency – Abu Dhabi (EAD) hat eine Richtlinie zur Reduzierung von Einwegkunststoffen und deren schädlichen Auswirkungen angekündigt. Diese umfassende, in der Region einzigartige Politik – wie es heißt – zielt darauf ab, Plastikabfälle in der Umwelt zu reduzieren und die Verwendung von vermeidbaren Einwegkunststoffen bis 2021 zu eliminieren. Um dies zu erreichen, sollen Recycling und Wiederverwendung sowie umweltbewusstes Verhalten gesellschaftlich unterstützt und gefördert werden.

Einer der Schlüsselaspekte der Richtlinie ist dementsprechend darauf ausgerichtet, Abu Dhabi bis 2021 von Einwegplastiktüten zu befreien. Die Politik setzt den Angaben nach das Vermächtnis des Gründervaters der VAE, des verstorbenen Scheich Zayed, fort, dem der Erhalt der Umwelt und die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik am Herzen lag. Die Regierung verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeitsbemühungen zu stärken und den Umweltschutz durch das „Ghadan 21“-Programm zu verbessern. So soll nicht nur die Entwicklung der Wirtschaft von Abu Dhabi gestärkt, sondern gleichermaßen in ein gesellschaftliches Umdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein investiert werden.

Schrittweise Einschränkung der Verwendung bestimmter Einwegkunststoffe

Die in Übereinstimmung mit internationalen Standards entwickelte Leitlinie wird in den nächsten zwei Jahren (2020-21) in Abstimmung mit der Regierung und privaten Interessenvertretern umgesetzt und wurde mit Unterstützung des Emirates Nature WWF und zwölf weiteren Regierungseinheiten, darunter das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, erarbeitet. Sechs große Verkaufsstellen und mehrere private Unternehmen, die in Abu Dhabi Kunststoffmaterialien herstellen, waren ebenfalls beteiligt.

Der Anwendungsbereich der Politik umfasst die Entwicklung von Vorschriften zur schrittweisen Einschränkung der Verwendung bestimmter Einwegkunststoffe in Abu Dhabi. So soll nach und nach der Verbrauch von Einwegplastiktüten erst durch Gebühren besteuert und dann ganz verboten werden, während den Endverbrauchern durch den gesamten Prozess hinweg kostenlos nachhaltige Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Um Abu Dhabis Vision eines ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Abfallmanagementsystems zu realisieren, wurden im Rahmen der Richtlinie die 16 häufigsten Einwegkunststoffe, die laut globalen Studien die größte Menge an Meeresabfällen verursachen, identifiziert und herausgearbeitet, wie diese in unterschiedlichem Maße bei der Umsetzung der neuen Leitlinie ins Visier genommen werden sollen.

Hierzu gehören Plastiktüten, Getränkebecher und -deckel, Plastikbesteck, Strohhalme und Rührstäbchen, die nur noch gebührenpflichtig ausgegeben werden. Plastikflaschen werden durch die Einführung eines mittels monetärer Anreize gestützten Rückgabeprogramms ins Visier genommen.

„Die Einführung der Richtlinien spiegelt unser unerschütterliches Engagement für den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft wider, die darauf abzielt, Abfälle zu minimieren und lebenswichtige Ökosysteme in unserer Umwelt zu schützen“, erklärt Ihre Exzellenz Dr. Shaikha Salem Al Dhaheri, Generalsekretärin der Environment Agency von Abu Dhabi. „Mit der Umsetzung dieser neuen Leitlinie schließt sich Abu Dhabi mehr als 127 Ländern auf der ganzen Welt an, die bereits Maßnahmen zum Verbot oder zur Beschränkung der Verwendung von Einwegkunststoffmaterialien ergriffen haben.“

Quelle: bcw | burson cohn & wolfe