Die weltweite Rohstahlproduktion lag im ersten Halbjahr um 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies ist hauptsächlich auf eine geringere Produktion in China (-3,0 %) und im Mittleren Osten (-7,3 %) zurückzuführen. Deutschlands Output stieg dagegen um 8,9 Prozent.
Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information. Die Stahlpreise entwickelten sich im Juni uneinheitlich: Warmbreitband (+2,6 %) und Feinblech (+1,9 %) legten zu, während Walzdraht (+0,2 %) stagnierte. Eisenerz zeigte sich Anfang August schwächer. Gründe hierfür waren hohe Lagerbestände in chinesischen Häfen, ein anhaltend hohes Angebot sowie die verhaltene Stahl- und Baunachfrage in China. Bis zum Ende des dritten Quartals 2026 erwartet die IKB seitwärts tendierende Stahlpreise.
Die deutschen Stahlschrottpreise gaben im Juli nach. Gründe hierfür sind Werksferien, Produktionsstillstände und die schwache Exportnachfrage. Aufgrund der weiterhin verhaltenen
Nachfrage und der anhaltenden Logistikprobleme ist im August bestenfalls mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.
Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG




