Die Kupferpreise erreichten im August-Verlauf Höchstwerte

Die globale Kupferminenproduktion lag im ersten Halbjahr 2026 um 1,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe dafür liegen vor allem in der chilenischen Kupferproduktion, bei der es in drei großen Minen zu geringeren Fördermengen kam.

Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information. Dies führte zu einer Schwächung der Produktion von 6,6 Prozent. Darüber hinaus ist die indonesische Grasberg-Mine weiterhin geschwächt durch den schweren Schlammeinbruch im letzten Jahr. Dadurch ist die Kupferminenförderung in Indonesien sogar um 32 Prozent gesunken. Dennoch zeigt sich bei der Produktion von raffiniertem Kupfer ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Die Weltmarktführer China (+5,3%) und DRK (+7,9%) haben dabei einen entscheidenden Einfluss. Chinas Einfluss spiegelt sich auch im Wachstum der weltweiten Sekundärkupferproduktion aus Schrott (4,3%) wider. Der globale Verbrauch ist zwar um 2,3 Prozent angestiegen, dennoch weist der Kupfermarkt einen Angebotsüberhang auf. Dieser Überschuss liegt bei 131.000 Tonnen im ersten Halbjahr.

An der LME setzte sich der Lagerabbau im August fort, fiel mit minus sechs Prozent zum Monatsende aber deutlich geringer aus als in den beiden Vormonaten. An der SHFE stabilisierten sich die Bestände nach dem rasten Abfall unter die 100.000-Tonnen-Marke im Juli. Die abgeflossenen Bestände der letzten Monate wurden teilweise in die amerikanischen Lagerhäuser der Comex verschoben. Begründet liegt dies in der Erwartung möglicher US-Zölle auf raffiniertes Kupfer. Der Kupfermarkt weist aber weiterhin einen Angebotsüberhang auf. In einigen großen Minen kam es jedoch im August zu Unfällen oder Einschränkungen aufgrund von Naturereignissen, die die Minenproduktion im Laufe des Jahres beeinträchtigen könnten.

Die Kupferpreise erreichten im Laufe des August Höchstwerte. Im Monatsdurchschnitt stiegen die Preise um knapp 800 US-Dollar pro Tonne und hielten sich so lange wie nie zuvor über der Marke von 14.000 US-Dollar pro Tonne. Die hohen Kupferpreise sorgen bei den Produzenten für steigende Gewinne. Die hohe Kupfernachfrage zusammen mit den abnehmenden Erzgehalten in bestehenden Minen lässt die Bergbaukonzerne neue Wege gehen: die Reaktivierung stillgelegter Minen und der Einsatz neuer Technologien erscheint nun profitabel. Für den Kupferpreis erwartet die IKB bis Ende 2026 eine Bewegung von +1.000 US-Dollar pro Tonne um die Marke von 14.400 US-Dollar pro Tonne.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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