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„EU-Initiative muss Ressourcen-verbrauch maßgeblich verringern“

Anlässlich der Veröffentlichung der „Sustainable Products Initiative“ der EU-Kommission kommentiert Antje von Broock, Geschäftsführerin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Die EU-Kommission will den Weg für weitere Nachhaltigkeitsanforderungen an Produkte freimachen. Das ist ein richtiger Schritt. Denn es gibt immer noch zu viele Geräte, die nicht reparierbar oder recycelbar sind. Für das Klima ist das ein großes Problem. Das schon vorhandene EU-Energielabel in Kombination mit der jetzigen Ökodesign-Richtlinie wird bis 2030 deutlich zur Verringerung von Treibhausgasen beisteuern: nach Schätzungen um mehr als ein Drittel des EU-Ziels.

Allerdings gehen die Regelungen der jetzigen Ökodesign-Richtlinie nicht weit genug. Sie umfasst noch zu wenige Produktgruppen und denken nicht immer die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Schadstofffreiheit mit. Der BUND begrüßt daher, dass die EU-Kommission nun dafür sorgen will, dass mehr Produkte nachhaltig entworfen werden sollen. Neben den positiven Effekten für Natur und Umwelt ist Ressourcenunabhängigkeit, genau wie Energiesouveränität, ein Beitrag zur Stabilisierung unserer Gesellschaft und ein Gebot der Stunde.

Nun gilt es zu zeigen, dass die neue EU-Initiative nicht nur zur Ressourceneffizienz beisteuert, sondern auch unseren Ressourcenhunger insgesamt verringert. Diesbezügliche Ziele auf EU- oder nationaler Ebene fehlen jedoch. Es gilt, bis 2030 die Ressourcennutzung zu halbieren. Eine Richtlinie, die ambitionierte Reduktionsziele für Produktgruppen vorgibt und sich für weniger, aber langlebige und effiziente Produkte stark macht, kann dazu beitragen.“

Hintergrund:

Der BUND fordert weltweit eine absolute Senkung des Ressourcenverbrauchs auf sechs Tonnen TMC (total material consumption) jährlich pro Kopf bis 2050. Noch liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland um etwa das Achtfache darüber.

Quelle: BUND

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