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Secondhand-Kaufhäuser: Re-Use Deutschland fordert kommunale Finanzierung

„Gemeinwirtschaftliche Secondhand-Kaufhäuser sind Rückgrat und Praxis-Partner in der kommunalen Abfallvermeidung.“

Mit der im September 2021 gestarteten Kooperations- und Qualitäts-Dachmarke „Re-Use Deutschland“ entsteht zurzeit ein bundesweites Gütesiegel für Secondhand-Kaufhäuser. Aktuell lassen sich bereits 33 Betriebe zertifizieren.

Das berichtet der Bundesverband Re-Use Deutschland und fordert, „dass die bundesweit rund 300 bestehenden Secondhand-Einrichtungen endlich durch eine Akkreditierung bei den Kommunen als zuständige öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger (örE) eine Teil-Finanzierung aus den Abfallgebühren erhalten.“

Längst sei Ressourcenschonung durch Weiterverwendung keine karitative, freiwillige Angelegenheit mehr, sondern Pflichtaufgabe wie die Restmülltonne: „Denn Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft wie etwa das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) verpflichtet Kommunen in der sogenannten Abfallhierarchie zuvorderst zur Abfallvermeidung durch Wiederverwendung und Vorbereitung zur Wiederverwendung.“

„Die Kommunen sind verpflichtet zu dokumentieren, welche Mengen weiterverwendet werden. Zertifizierte Einrichtungen sind dafür verlässliche Partner, eine praktikable Mengenbilanzierung vorzunehmen und zu dokumentieren. Die Infrastruktur und das Know-how bestehen ebenso wie langjährige Material- und Marktkenntnis für Wiederverwendung. Kooperation ist gefragt“, erklärt Claudio Vendramin, Vorsitzender des Bundesverbandes Re-Use Deutschland.

Quelle: Re-Use Deutschland

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