Neue GRS Branchensysteme für die Batterie-rücknahme

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Akkus in E-Bikes sind ein stark wachsender Anwendungsbereich von Lithium-Ionen-Batterien (Foto: FH Münster/Anne Holtkötter)

GRS Batterien richtet neue branchenspezifische Rücknahmesysteme für Gerätebatterien ein. Damit bieten die Stiftung und ihre Tochter, die GRS Service GmbH, Batterieherstellern und Inverkehrbringern zukunftsorientierte und auf künftige Kundenbedürfnisse ausgerichtete Rücknahmelösungen an. Die Systeme lassen sich bei Bedarf flexibel anpassen und sorgen für eine sichere Abholung.

Pate für die neuen Systeme steht das erfolgreich eingeführte Branchenrücknahmesystem für E-Bike-Batterien, das nun auf Gerätebatterien ausgeweitet wird. Das neue GRS eMobility Rücknahmesystem ermöglicht Herstellern von E-Bikes und sonstiger kleiner elektrischer Fahrzeuge die einfache Erfüllung ihrer Rücknahmeverpflichtungen für die von ihnen in Verkehr gebrachten Geräte- und Industriebatterien.

„Wir wollen speziellen Herstellerbranchen maßgeschneiderte und auf ihre jeweiligen Vertriebsstrukturen zugeschnittene Rücknahmelösungen anbieten“, sagt Georgios Chryssos, Vorstand Stiftung GRS Batterien, und ergänzt: „Die gesetzlichen Regelungen für die Altbatterierücknahme gehen an den Praxisanforderungen, zum Beispiel des Fahrradfachhandels, der Hörgeräteakustiker oder der Baumärkte vorbei.“

Aktuell bereitet GRS Batterien die Zulassung folgender Branchensysteme vor:

  • GRS eMobility für Geräte- und Industriebatterien aus E-Bikes und anderen elektrischen Kleinfahrzeugen
  • GRS Powertools für Batterien aus Elektrowerkzeugen, Gartengeräten und ähnliches
  • GRS Healthcare für Batterien aus Hörgeräten und sonstigen medizinischen Geräten sowie
  • GRS Consumer speziell für den Einzelhandel

„Die neuen Systeme ermöglichen individuell ausgestattete und mit dem Gefahrgutrecht konforme Sammelstrukturen, wie zum Beispiel Kleinstmengenabholungen für Hörgeräteakkustiker. Mehr noch: Wir können über diese Systeme die herstellerindividuelle Schließung von Stoffkreisläufen bewerkstelligen“, sagt Dr.-Ing. Julia Hobohm, Leiterin Systembetrieb. „Insbesondere im Hinblick auf zukünftige EU-Vorgaben zum Mindesteinsatz von Rezyklaten in Neuprodukten bieten die neuen GRS-Branchensysteme damit einen entscheidenden Fortschritt für die Herstellerindustrie.“

„GRS Batterien bereitet sich damit auch auf die zukünftigen Verpflichtungen zur ökologischen Preisgestaltung vor“, ergänzt Tobias Schulze Wettendorf, Leiter Vertrieb und Marketing, „die neuen Systeme ermöglichen kundenspezifische Preisgestaltungen – von komfortablen Flatrate-Tarifen bis hin zu ausdifferenzierten Preissystemen.“

Die neuen Rücknahmesysteme werden aktuell in das Genehmigungsverfahren bei der zuständigen Behörde gegeben und sollen noch im letzten Quartal 2021 an den Start gehen. Damit soll auch vielen Rücknahmestellen ein geordneter Wechsel in die Neusysteme zum Jahreswechsel ermöglicht werden.

Das bisherige Rücknahmesystem der Stiftung GRS Batterien bleibt ebenfalls erhalten und soll zum 1. Januar 2022 mit der ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Neugenehmigung als Basissystem fortgeführt werden.

Quelle: Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien

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