Bundestagsabgeordnete besuchten die GMVA Oberhausen

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GMVA Oberhausen/Ruhrgebiet (Bild: Pixabay)

Die Bundestagsabgeordneten Michael Thews und Dirk Vöpel (SPD-Fraktion) besuchten am 7. April 2020 die GMVA Oberhausen und dankten den Mitarbeitenden für ihr Engagement zur Aufrechterhaltung der Entsorgungssicherheit.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen einen herausragenden Job – gerade in der Corona-Krise. Sie tragen grundsätzlich dazu bei, dass Abfälle schadlos und sicher entsorgt werden. Unser Dank gilt ihnen stellvertretend für die ganze Branche“, sagte Dirk Vöpel, Bundestagsabgeordneter (SPD) aus Oberhausen. „Die thermische Abfallbehandlung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kreislaufwirtschaft, auch weil sie Schadstoffe und gefährliche Bestandteile wie Bakterien und Viren in Abfällen sicher zerstört“, schloss sich Michael Thews, abfallpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem Dank an.

Die Bundesregierung hat die Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in der Corona-Krise als systemrelevante Infrastruktur eingestuft. Sie stellen zusammen mit den Unternehmen der Kreislaufwirtschaft die Entsorgung und damit einen Teil der öffentlichen Ordnung sicher. „Die Sammlung und sachgerechte Entsorgung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen sorgt dafür, dass in diesem Bereich ein Stück Normalität beibehalten werden kann und ein sauberes Stadtbild erhalten bleibt“, fasst Carsten Spohn, Geschäftsführer der ITAD, die aktuelle Situation in Deutschland zusammen. „Hierbei hat die Aufrechterhaltung des Anlagenbetriebes höchste Priorität. Nur so können auch Covid-19-belastete Abfälle unter höchsten Umweltstandards entsorgt werden.“

Aber auch vor Ort machen sich die Auswirkungen bemerkbar: „Die Arbeit in den Anlagen musste in der Corona-Krise neu organisiert werden. Beschäftigte haben das sofort unterstützt und leisten nun einen sehr wichtigen Beitrag in dieser schwierigen Zeit“, lobt Dr. Angela Sabac-el-Cher, Geschäftsführerin der GMVA Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein GmbH in Oberhausen. In den Anlagen werden bei der Annahme von Abfällen jetzt, neben den üblichen hygienischen Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, zusätzlich infektionspräventive Maßnahmen wie ausreichender Abstand zu Kunden und Lieferanten eingehalten. Auch das Schichtsystem wurde vielerorts angepasst. Wie auch bei der GMVA ist in vielen Betrieben ein Teil der Mitarbeiter im Home-Office oder in Bereitschaft.

Hintergrund

Die Sammlung der Abfälle in einer Restmülltonne und die anschließende thermische Behandlung des Restmülls in Siedlungsabfallverbrennungsanlagen gewährleisten eine sichere Zerstörung aller Viren bei sehr hohen Temperaturen bis zu 1.000 Grad Celsius. Entsprechende weitere Hinweise zur Einstufung dieser Abfälle sowie Hinweise zur Entsorgung von Covid-19-belasteteten Abfällen finden sich auf den Websites der zuständigen Landesministerien. Auch das Bundesumweltministerium hat im Rahmen seiner Pressemitteilung entsprechende Hinweise gegeben, die zum Teil sogar noch über die Anforderungen der Bundesländer hinausgehen.

Um bei weiteren Nutzern der gleichen Restmülltonne, aber auch bei Müllwerkern eine Gefährdung auszuschließen, sollten die Abfälle nicht lose in die Restmülltonne gegeben werden. Stattdessen sind diese zuvor in stabile Müllsäcke zu verpacken, die zum Beispiel durch Verknoten sicher verschlossen werden.

Quelle: ITAD e.V.

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