One Earth – One Ocean wird mit dem Bundespreis ecodesign 2019 ausgezeichnet

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Gruppenbild der Jury 2019 (Foto: Bundespreis ecodesign)

Der SeeElefant, das Müllverwertungsschiff der Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO), dessen Machbarkeitsstudie im Mai 2019 fertiggestellt wurde, erhält den diesjährigen Bundespreis ecodesign in der Kategorie Konzept.

In einer feierlichen Preisverleihung bekam Günther Bonin, der Gründer der NGO, den Preis von Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, in Berlin überreicht. Der Bundespreis ecodesign ist die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. Er wird jährlich vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt und dem Internationalen Design Zentrums Berlin verliehen und prämiert Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die sich durch herausragende ökologische Qualität, einen innovativen Ansatz und eine hohe Designqualität auszeichnen. Aus mehr als 300 Einreichungen hatte die Fachjury aus Design- und Umweltexperten in Berlin das Umsetzungskonzept von OEOO zum Pilotsystem SeeElefant zum Preisträger 2019 in der Kategorie Konzept ausgewählt.

Bild: One Earth – One Ocean e.V. (OEOO)

Dass Plastikmüll in den Gewässern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme  unserer Weltgesellschaft ist, muss nicht mehr betont werden. Die gemeinnützige Organisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) mit Sitz in München-Garching und Kiel hat deshalb bereits seit 2011 ihr Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ zur Sammlung von Plastikmüll aus den Meeren entwickelt. 2018 bis 2019 hat ein Expertenteam aus Schiffskonstrukteuren, Anlagentechnikern, Umwelttechnikern und Projektentwicklern unter der Leitung von Dr. Harald Frank in zehn Monaten ein Umsetzungskonzept zur Beseitigung küstennaher Meeresverschmutzung durch Plastikmüll erarbeitet und die technische, ökonomische und rechtliche Machbarkeit belegt. Unterstützung erfährt OEOO seit Jahren durch die gemeinnützige Röchling Stiftung aus Mannheim, die auch das Umsetzungskonzept für den SeeElefanten finanziert und ermöglicht hat. Schon 2016 war auch das Müllsammelschiff „SeeKuh“ von OEOO unter den Nominierten für den Bundespreis ecodesign.

„Wir freuen uns sehr, dass unser SeeElefant-System zum diesjährigen Preisträger des Bundespreis ecodesign in der Kategorie Konzept gekürt wurde“, erklärt Günther Bonin, Gründer und Vorsitzender der Organisation One Earth – One Ocean e.V. „Obwohl das Thema Plastikmüll in den Meeren heute allgegenwärtig ist, fehlen weltweit tragfähige und umsetzbare Konzepte, die es ermöglichen, schnell gegen die Vermüllung durch Plastik im Meer vorzugehen. Utopien helfen uns da nicht weiter. Unser Konzept ist ein durchdachter und pragmatischer Lösungsansatz, der in Teilen bereits erprobt ist und laufend optimiert wird. Wir sammeln nicht nur, sondern sortieren den Plastikmüll an Bord des SeeElefanten, sodass er wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann.“

„Wenn Seekühe und Seeelefanten aufeinandertreffen und der Seeelefant mit seinem bordeigenen Kran nach der Seekuh greift, wähnt man sich in einem B-Movie“, meint Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Mitglied der Fachjury. „Aber die Maritime Müllabfuhr von One Earth – One Ocean kann Teil einer Lösung eines der größten globalen Umweltprobleme sein: Marine Littering, der Vermüllung unserer Ozeane.“

Quelle: One Earth – One Ocean e.V.

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