Mülltrennungsmaschine: TrashCon gewinnt Maker Award der Xynteo Exchange

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Siegerehrung: TrashCon nimmt einen Check von 50.000 Euro entgegen (Foto: Xynteo)

Das indische Start-Up TrashCon hat eine Maschine entwickelt, die Gemischtabfälle in biologisch abbaubare und nicht-biologisch abbaubare Komponenten trennt. Es wurde dafür auf der Xynteo Exchange mit dem 50.000 Euro dotierten Xynteo Maker Award ausgezeichnet. 

Die Auszeichnung der Unternehmensberatung bietet finanzielle Unterstützung bei der Lösung dringlichster Probleme der Menschheit. CEO und Vorstandschef Osvald Bjelland verlieh TrashCon den mit 50.000 Euro dotierten Preis auf der jährlichen Konferenz Xynteo Exchange in Oslo. Das Start-Up TrashCon entwickelte eine Technologie, mit der städtische Abfälle wie Lebensmittel, Plastik, Papier, Pappe und Windeln in biologisch abbaubaren Komponenten getrennt werden können. Diese Komponenten können dann zu Biogas oder Kompost recycelt werden. Stoffe, die nicht biologisch abbaubar sind, können zu Möbelplatten verarbeitet oder thermisch in Öl rückgewandelt werden. Dieser Ansatz soll dazu beitragen, dass in Indien weniger Müll auf Deponien landet.

TrashCon wurde prämiert, weil das junge Unternehmen einige der weltweit größten Herausforderungen für Wirtschaft und Nachhaltigkeit angeht. Die diesjährigen Auszeichnungskategorien waren verantwortungsbewusste Nahrungsmittelsysteme (unterstützt von Yara), Finanzen für das Gemeinwohl (unterstützt von Nordea) sowie nachhaltiger Transport (unterstützt von Scania).

Für den Makers Award bewarben sich lokale und globale Unternehmer und Innovatoren, die daran arbeiten, die dringlichsten Probleme unseres Planeten zu lösen. Insgesamt haben 35 Unternehmen ihre Ideen vorgestellt. Die Themen spannten sich dabei von der Insektenzucht über die Analyse von KI-Daten für den Transport zum Abfallmanagement. Den Preis bekam diejenige Initiative, die das größte Potenzial für einen positiven ökologischen und sozialen Impact hat. Über den Gewinner stimmten die Teilnehmer der Xynteo Exchange ab.

„Unternehmen müssen mehr Verantwortung übernehmen“

Die Xynteo Exchange fand vom 9. bis 10.Oktober in Oslo statt. Ziel war es, gemeinsam systemische Probleme zu lösen und das Modell des Wirtschaftswachstums neu zu denken. Die Konferenz versammelte 500 zielstrebige Persönlichkeiten aus 35 Ländern – darunter CEOs und Führungskräfte von 300 Unternehmen, Denker und Macher aus Start-ups, NGOs, Politik, Wissenschaft und Kunst. Die Teilnehmer erlebten offene Innovations-Workshops zu Themen wie die Zukunft der Arbeit, nachhaltige Ernährung, Finanzwirtschaft, Konsum, Bioökonomie und die Digitalisierung der Weltmeere. Es gab Diskussionspanel mit top Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Mit dabei waren Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia, Hans Vestberg, CEO von Verizon, Jesper Brodin, Chef der Ingka-Gruppe, Svein Tore Holsether, CEO von Yara, Erna Solberg, Premierministerin von Norwegen, sowie die Jugendaktivistin Ridhima Pandey.

Osvald Bjelland, CEO und Vorstandschef von Xynteo sagt: „Unser aktuelles Wachstumsmodell hat ausgedient. Es hat der Menschheit zwar enorme Vorteile gebracht, ist jedoch zu einem ausschließenden, degenerativen und gefährlichen System geworden. Unternehmen müssen mehr Verantwortung für die Lösung einiger unserer größten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen übernehmen. Daher ist es unglaublich spannend, heute hier bei Xynteo Exchange so viele zielstrebige Persönlichkeiten zu sehen. Die Technologie von TrashCon hilft bereits, täglich 54 Hektar Deponie in Indien zu sparen, und der Hauptpreis in Höhe von 50.000 Euro wird zweifellos dazu beitragen, die beeindruckende Arbeit zu verstärken.“

Die Gründerin von TrashCon, Nivedha R.M. sagte bei der Preisverleihung: „Jede der Ziffern bedeuten Verantwortung, dieses Geld zu nutzen, um Tausende Leben zu verbessern. Unsere Maschinen können bis zu zehn Tonnen getrennten Müll verarbeiten. Wir werden das Preisgeld nutzen, um weitere Maschinen zu produzieren.“

Quelle: Xynteo Deutschland

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