Seiz präsentiert neue Entwicklungen aus dem Handschutz auf der A+A

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„Die Innenhand und Fingerspitzen des Nadelstich-Schutzhandschuhs Diptex Needle schützen selbst vor feinsten Injektionsnadeln, die etwa durch das Plastik von Abfallbeuteln stechen.“ (Foto: Seiz Technical Gloves GmbH)

Wie groß die Verletzungsgefahr für die Hände in manchen Berufen ist, weiß der Handschutz-Spezialist Seiz nur zu gut. Schließlich hört der Hersteller auf die Stimmen in den Branchen, in denen Sicherheitshandschuhe getragen werden – und entwickelt auf dieser Basis Modelle, die sich den Anforderungen der Beschäftigten und deren Arbeitsplätzen anpassen.

So zählt etwa ein Nadelstichschutz-Handschuh, der sich selbst feinsten Nadelstichen widersetzt, zu den Neuheiten, die Seiz auf der A+A in Düsseldorf vorstellt – ein Novum für Beschäftigte in der Abfallbeseitigung oder dem Garten- und Landschaftsbau. Höchsten Schnittschutz bei gleichzeitiger Feinfühligkeit gewährt das Modell Tungsten mit Wolfram-Ausrüstung. Speziell Einsatzkräften dient der Rettungshandschuh Specter: High-Performance-Garn in Verbindung mit schützenden Features wie Finger- und Knöchelprotektoren sorgen für optimalen Schutz. Zusätzlich im Messegepäck: intelligenter Sensorhandschutz, der Handpositionen identifiziert und lokalisiert.

Stichschutz vor feinsten Nadelstichen
In Branchen wie der Abfallbeseitigung, dem Garten- und Landschaftsbau sowie Verpackung und Logistik stellen Verletzungen durch Spitzen von Injektionsnadeln eine große Gefahr für die Beschäftigten dar – insbesondere wegen möglicher Infizierungen. Doch zuverlässiger Stichschutz vor feinsten Nadelstichen schien bislang unmöglich zu sein, erst recht in Verbindung mit Fingerfertigkeit. Denn genähte Handschuhe erreichen keine Oberfläche, die dicht genug ist, um vor Nadelstichen zu schützen. Auch die Maschen gestrickter Handschuhe können noch so fein und aus noch so exklusiven Garnkombinationen sein – ein Nadelstichschutz ist nicht möglich. Beschichtungen verschließen zwar die Maschen, jedoch zu Lasten der Fingerfertigkeit. Mit dem Diptex Needle bringt Seiz nun einen neuen Schutzhandschuh auf den Markt, der Schutz und Feingefühl vereint: Denn die Innenhand und Fingerspitzen des Modells schützen vor feinsten Injektionsnadeln und bewahren gleichzeitig die Taktilität. Durch diese Kombination sowie den hohen Schnittschutz und die zuverlässige Griffsicherheit macht der Handschuh die Arbeit für die Betroffenen deutlich sicherer und einfacher. Der Diptex Needle ist geprüft nach den Normen EN 388:2016 mit 4-X-4-4-F und nach ANSI/ISEA mit Level 4.

Wolfram als Wunderelement
Schnittwunden sind die mit Abstand häufigsten Handverletzungen bei der Arbeit, sodass viele Berufe Schnittschutzhandschuhe vorschreiben. Das Problem: Die Schutzfunktion geht leicht zulasten des Tragekomforts. Denn viele Modelle bestehen aus Aramidfasern, HMPE oder Standardfasern, die zwar schnittfest sind, aber auch recht dick und schwer. Dadurch sind Tragekomfort und Fingerfertigkeit der Beschäftigten stark eingeschränkt. Häufig werden Schnittschutzhandschuhe auch aus ummantelten Glasfasern gefertigt, um hohe Schnittschutzstufen zu erreichen. Glasfasern sind allerdings sehr spröde und brechen leicht. So kann es zu Glasfaserbrüchen kommen, die der Träger mit bloßem Auge gar nicht erkennen kann, und die den Schnittschutz reduzieren. Eine weitere Alternative für den Schnittschutz ist Stahl. Dabei kommen Stahlfäden zum Einsatz, die eingestrickt werden. Das Problem hierbei: Auch Stahl kann brechen. Zudem ist der Schnittschutz nur an den Stellen gegeben, an denen der Stahlfaden eingestrickt ist. Bislang herrschte also ein Mangel an dünnen und feinfühligen Schnittschutzhandschuhen, die trotzdem sicher und haltbar sind. Mit dem Tungsten 74 bietet Schutzhandschuhhersteller Seiz nun eine bislang unbekannte Lösung – aus Wolfram (englisch: Tungsten). Das Element ist so schwer wie Gold, so hart wie Diamant und so hitzebeständig, dass selbst Eisen schon lange kocht, bevor Wolfram schmilzt. Bereits in vielen Hightech-Industrien unverzichtbar, holt Seiz das Wunderelement nun auch in den Handschutz – und bietet den Trägern damit Handschuhe, die extrem hohe Schnittfestigkeit mit dünnstmöglicher Strickart verbinden. Denn der Tungsten verfügt dank der Faserkombination aus HPPE (High Performance Polyethylene Garn) und seiner Wolfram-Ausrüstung nach EN ISO 13997 über den höchstmöglichen Schnittwiderstand F – und das auf einem auf 18 Gauge feinen Strickhandschuh. Geprüft nach der Norm EN 388:2016 erreicht der Tungsten die Werte 4-X-4-3-F.

Robuste Features für raue Einsätze

„Zuverlässig schützt der Specter Rettungskräfte vor Schnittverletzungen – etwa bei der Bergung verunfallter Fahrzeuge.“ (Foto: Seiz Technical Gloves GmbH)

Einsatzkräfte begeben sich bei Hilfseinsätzen regelmäßig in Gefahr. Speziell für die Beschäftigten in der Technischen Hilfeleistung hat Seiz einen neuen Rettungshandschuh entwickelt, mit dem sie nicht nur optimal geschützt, sondern zudem noch leistungsfähiger sind. Denn das Modell Specter vereint Stoß- und Schnittschutz mit Tastgefühl und Griffsicherheit. Dazu setzt Seiz bei dem nahtlos gestrickten Schnittschutzhandschuh auf eine High-Performance-Garnkombination aus HPPE (High Performance Polyethylene), Fiberglas, Nylon und Spandex. In Verbindung dazu verfügt das Modell über schützende Features wie Finger- und Knöchelprotektoren. Durch den Einsatz der hochtechnologischen Fasern lassen sich robuster Schnittschutz und angenehmer Tragekomfort vereinen. Das belegen auch die Ergebnisse der Normprüfungen; der Specter wurde nach dem neusten Stand EN 388:2016 für Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken zertifiziert. Das Ergebnis: Bei den mechanischen Schutzeigenschaften bezüglich Abrieb-, Schnitt-, Weiterreiß- und Durchstichfestigkeit erzielt er die Werte 4-X-4-3. Die zusätzliche Schnittschutzprüfung nach der neuen Norm EN 13997 belegt zudem den hohen Schnittschutz der Klasse C. Außerdem erreicht er nach der Norm EN 13594:2015 einen extrem hohen Stoßschutz der Klasse P. So ermöglicht der Specter mit Fingerfertigkeit und robustem Schutz eine vermeintlich unmögliche Kombination.

Handpositionen identifizieren und lokalisieren
Bei immer komplexeren Tätigkeiten in der Industrie können Beschäftigten schnell Fehler unterlaufen – beispielsweise durch den Griff zum falschen Werkstück in der Fertigung und Montage. Kein Wunder, schließlich wird meist unter großem Zeitdruck gearbeitet. Wäre da nicht ein intelligenter Assistent hilfreich, der die Mitarbeiter bei der Arbeit unterstützt und dabei Fehler vermeidet? Genau solch einen Assistenten präsentiert Seiz auf der A+A: In Zusammenarbeit mit der Sarissa GmbH bietet der Handschutzhersteller eine Handbandage für die Industrie an, die mit Hilfe intelligenter Sensorik die Handposition der Beschäftigten präzise erkennt. Millimetergenau können die Hände des Mitarbeiters vom sogenannten Local Positioning System (LPS) identifiziert und lokalisiert werden. Damit sichert das LPS die Qualität von Handarbeitsprozessen. Mit Hilfe des Systems hat Seiz nun eine Handbandage aus eigenem Hause zu einem smarten Sensorhandschuh aufgerüstet. Dazu wird intelligente Sensorik auf dem Handrücken der Bandage befestigt. Im Abstand von Millisekunden werden nun Ultraschallsignale ausgesendet, die für den Menschen lautlos und physiologisch unbedenklich sind. Eine Empfangseinheit über dem Arbeitsplatz ortet die Signale. So wird durch das bloße Tragen der Bandage mit der Sensorik die Handposition des Mitarbeiters beim Greifvorgang kontinuierlich millimetergenau erkannt. Diese Genauigkeit ist insbesondere bei räumlich beengten Arbeitsbereichen von Vorteil. Bestückt mit dieser Technologie, werden Handschutz und -bandagen zu smarten Assistenten, die bei immer komplexeren Tätigkeiten in der modernen Produktion unterstützen und dabei Fehler verhindern.

Wer mehr über die Handschutz-Innovationen von Seiz erfahren möchte, ist vom 05. bis zum 08. November auf der A+A an den Stand C45 in Halle 04 eingeladen. Das Team freut sich auf den Austausch mit den Besuchern vor Ort.

Quelle: document1 GmbH / Seiz