Sieblöffel mit Rundstahl – bessere Ergebnisse bei der Vorsortierung

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Das Rundprofil sorgt für ein problemloses Trennen von grobem und feinem Material. Die quer laufenden Streben hier aus 40 bzw. 60 mm starkem Hardox 400 Rundstahl bieten einen erhöhten Durchsatz durch weniger Materialverklemmungen im Löffel (Bildquelle: SSAB)

Ob Vorsortierung im Abbruch, beim Recycling oder im GaLaBau: Die Firma HS Schoch stattet ihre Sieblöffel seit einiger Zeit überwiegend mit Hardox Rundstahl aus. SSAB, ein Pionier bei der Herstellung von vergüteten Stählen für hochfeste und verschleißbeständige Applikationen hat, nach dem alle Untersuchungen und Erprobungen abgeschlossen sind, seit kurzem Rundstahl in Hardox-Qualität in vielen gängigen Dimensionen ins Lieferprogramm aufgenommen. 

Bei Sieblöffeln sind die Vorteile gegenüber der Ausführung mit einem Blech dessen Gitterfläche brenngeschlitzt ist, überzeugend. Denn der Hardox Rundstahl ist und bleibt auch nach dem Verarbeitungsprozess komplett durchgehärtet. Seine gewalzte Oberfläche ist mit einem Aufdruck des Herstellers versehen. Ist der Durchmesser des Rundstahls festgelegt, so wird dieser für die Herstellung des Sieblöffels lediglich auf die nötige Länge, verbunden mit geringer Wärmeeinbringung und Einfluss auf das Gefüge, abgesägt und im Löffel in Querrichtung verbaut. Je nach Kundenwunsch und Anwendungsfall wird der Rundstahl an den Stabenden mit der übrigen Löffelkonstruktion verschweißt oder ist auch drehbar eingebaut. Es sichert die höchste Verschleißfestigkeit der gesamten Löffelkonstruktion auch im härtesten Einsatz.

Weniger Material-Verklemmungen

Anwender berichten, dass das vom Löffel aufgenommene und behandelte Siebgut auf den Rundstäben ins „Rollen“ kommt und sich so über die einzelnen Rundstäbe drehend bewegt, was weniger Verschleißbelastung für den Löffel bedeutet. Bei mit Rundstahl ausgestatteten Sieblöffeln gibt es zudem deutlich weniger Material-Verklemmungen im Löffel.

Einsatzfelder für mit Rundstahl ausgestattete Löffel sind der Abbruch- und die Recyclingbranche, aber auch der GaLaBau oder die Landwirtschaft nutzen Sieblöffel – kurz: überall, wo Material vorsortiert werden soll. So liefert HS Schoch Löffel für Bagger in der Gewichtsklasse ab 1,5 bis 75 Tonnen. „Jedes Unternehmen, das einen Bagger einsetzt und Material vorsortieren muss kommt für einen Sieblöffel mit Rundstahl infrage. Das reicht bis in die Landwirtschaft, wo Rüben, Kartoffeln usw. umgeschlagen werden“, fasst Geschäftsführer Marcel Schoch seine Erfahrungen basierend auf Kundenanforderungen zusammen.

Alle Parameter eines Sieblöffels, wie der Durchmesser des Rundstahls und der Abstand der Stäbe zueinander sind abhängig vom Einsatzfeld sowie von der Gewichtsklasse des verwendeten Baggers selber. Der Anwender ist hier gefordert. HS Schoch unterstützt dabei den Kunden mit seiner umfangreichen Erfahrung aus unzähligen Konstruktionslösungen, ausgeliefert im gesamten deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen entwickelt, produziert und regeneriert Anbaugeräte wie Löffel, Schaufeln und Greifer. Das Programm umfasst Minilöffel, Tief-, Schwenktief- und Sieblöffel sowie Schnellwechseleinrichtungen einschließlich Verschleißschutzauskleidung und Sonderkonstruktionen.

In jeder Hinsicht eine bessere Lösung

Hardox Rundstahl ist aber auch interessant für den Einsatz als Bolzen, da das Material bereits komplett durchgehärtet und nicht nur an der Oberfläche gehärtet ist. Werden die Herstellerempfehlungen beachtet, ist die Bearbeitung überraschend einfach, sodass sich auch Schrauben, Gewindebolzen, Gewindestangen und anderes mehr problemlos daraus herstellen lassen. Die hohe Härte von Hardox Stahl sorgt für eine längere Lebensdauer des Teiles, während die Zugfestigkeit ein geringes Risiko von vorzeitigen Ausfällen bietet. Der Hardox Rundstahl eignet sich daher auch als Werkstoff in diversen stationären oder mobilen  Arbeitsmaschinen.

Hardox Rundstahl bietet in jeder Hinsicht eine bessere Lösung durch seine hohe Härte und Streckgrenze. Der Rundstahl hat eine höhere Zähigkeit und ist gut schweißbar, was sich im niedrigen Kohlenstoffäquivalent zeigt. Die Kombination aus den Eigenschaften und der Möglichkeit, den bereits wärmebehandelten Rundstahl in seine endgültige Form zu bringen, bedeutet, dass auch Endkunden bei Bedarf an runden Komponenten zu Hardox Stahl wechseln und dieselbe Qualität bekommen können, für die das Hardox-Verschleißblech bekannt ist. Aktuell ist Rundstahl in Durchmessern von 22 bis 105 Millimetern verfügbar, wobei auch Sondergrößen bis 143 Millimeter technisch möglich sind.

Quelle: SSAB

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