Ab die Post – umweltfreundliche Pakete packen, Abfall vermeiden

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Rund um Weihnachten werden besonders viele Päckchen und Pakete quer durch Deutschland geschickt. Umweltgerechte Verpackungen schützen Umwelt und Gesundheit.

Bereits genutzte Verpackungen mehrfach zu verwenden, lohnt sich nicht nur doppelt, sondern dreifach! Erstens werden die Umweltbelastungen vermieden, die mit der Herstellung verbunden sind. Zweitens fällt kein zusätzlicher Abfall an, und günstiger ist es obendrein auch noch. Auf die Größe kommt es auch an: Unnötig große Verpackungen brauchen zusätzliches Polstermaterial und transportieren „Luft“.

Recyclingpapier und recycelbare Materialien sind die beste Wahl

Verpackungen aus Recyclingmaterialien sind am umweltfreundlichsten. Im Vergleich zu Frischfaserpapier muss für recyceltes Papier kein neues Holz geschlagen und nicht so intensiv gebleicht werden. Bei der Herstellung wird nur die Hälfte an Energie und zwischen einem Siebtel bis einem Drittel der Wassermenge von Frischfaserpapier benötigt. Besonders empfehlenswert: Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“.

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Sollten sich Kartons oder Papierverpackungen aus Frischfasern nicht vermeiden lassen, kann man auf nachhaltige Fasern achten. Orientierungshilfe bieten zum Beispiel das FSC-Warenzeichen oder das PEFC-Siegel, das garantiert, dass Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

Auch Verpackungen aus Kunststoff gibt es mit hohen Anteilen an Recyclingkunststoff. Verpackungen aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) lassen sich auch gut recyceln, während Verpackungen aus Polyvinylchlorid (PVC) in der Regel nicht recycelt werden und oft Weichmacher enthalten. Kombinierte Materialien, zum Beispiel Papier und Kunststoff, erschweren das Recycling von Verpackungen.

Gefährliche Chemikalien vermeiden

Versandverpackungen, die besonders besorgniserregende Chemikalien enthalten, sollten Verbraucher in jedem Fall vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Verpackungen, die mit bestimmten Weichmachern versetztes PVC enthalten. Diese Weichmacher machen Verpackungen weich, biegsam oder dehnbar. Einige dieser Stoffe können den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Beim Einsatz des Trockenmittels Silicagel, das beispielsweise in Form von kleinen Päckchen in neuen Handtaschen zu finden ist, sollten geeignete Varianten ohne den blauen Feuchtigkeitsindikator Cobalt–(II)-chlorid verwendet werden, da dieser krebserzeugend ist. Über weitere gefährliche Chemikalien informiert die REACH-Kandidatenliste.

REACH – was ist das?

Die europäische Chemikalienverordnung REACH soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt und gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt.

Quelle: Umweltbundesamt