„Thermische Abfallbehandlung ist aktiver Umwelt- und Meeresschutz“

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MVA-Kesselreinigung (Foto: Kroll/ Recyclingportal.eu)

ITAD: Schneller Ausstieg aus der Deponierung muss EU-Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Verschmutzung durch Einwegartikel flankieren.

Die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfall­behandlungs­anlagen in Deutschland (ITAD e.V.) begrüßt die Maßnahmen der EU, Einwegmaterialien zu reduzieren und einen bewussteren Umgang mit Kunststoffprodukten zu fördern sowie die Umwelt und insbesondere die Meere vor Plastikabfällen zu schützen.

Allerdings sei in diesem Zusammenhang klar herauszustellen, dass diese Maßnahmen durch konsequente und zeitnahe Umsetzung des Ausstiegs aus der Deponierung von unbehandelten Siedlungs- und Gewerbeabfällen flankiert werden müssen, um einen weiteren relevanten Eintragspfad von Abfällen in Ökosysteme, wie Äcker und Gewässer, zu minimieren. Die Europäische Union hat am 19. Dezember 2018 eine Einigung bezüglich einer Richtlinie für Einwegkunststoffe erzielt. Diese beinhaltet Maßnahmen, bestimmte Kunststoff-Einwegartikel, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, zukünftig auf EU-Ebene zu verbieten und somit den Kunststoffverbrauch zu reduzieren.

Schadstoffsenke und Garant für Entsorgungssicherheit

„Es ist offensichtlich, dass die thermische Abfallbehandlung als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Meeresschutz leistet und auch zukünftig leisten wird. Der Eintrag von Abfällen durch Verwehungen aus legalen und illegalen Abfallablagerungen in unsere Ökosysteme wird auch nach diesem Verbot eine bedeutende Quelle bleiben. Dieses Eintragsrisiko besteht bei sachgerechter thermischer Abfallbehandlung definitiv nicht“, sagt ITAD-Geschäftsführer Carsten Spohn.

EU-Mitgliedstaaten, -Kommission und -Parlament  sollten die langen Übergangsfristen für den Ausstieg aus der Deponierung von Siedlungsabfällen überdenken, aber auch den Beitrag der thermischen Abfallbehandlung als Schadstoffsenke und Garant für die Entsorgungssicherheit für Siedlungs- und Gewerbeabfälle, die nicht hochwertig recycelt werden, in ihren Umwelt- und Meeresschutzstrategien positiver als bisher berücksichtigen.

ITAD hatte bereits in Zusammenhang mit dem EU-Kreislaufwirtschaftspaket darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zu den sehr ambitionierten Recyclingquoten für Siedlungsabfälle die langen Übergangsfristen beim Deponieausstieg bis 2035 beziehungsweise 2040 als sehr kritisch eingestuft werden müssen.

Quelle: ITAD e.V.