Weißrussland investiert auch in Abfall- und Wasserwirtschaft

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Minsk, Hauptstadt Weißrusslands (Foto: jackal007/ Pixabay)

Minsk, Weißrussland — Die Industrieproduktion in Belarus ist in den ersten elf Monaten 2017 real um 6,3 Prozent gestiegen. Gründe hierfür sind die verbesserte Wirtschaftslage im Hauptabnehmerland Russland und höhere Preise für die wichtigsten Exportprodukte des Landes. Neben anderen Investitionsprojekten ergeben sich auch für Anbieter von Umwelttechnik Geschäftschancen aus der Umsetzung der für die Jahre 2016 bis 2020 verabschiedeten Programme „Abfallmanagement für kommunale Abfälle“und „Sauberes Wasser“.

Bis 2020 sollen bis zu 25 Prozent der im Land anfallenden festen Kommunalabfälle verwertet werden (2015: 16 Prozent). In Minsk gibt es Pläne für den Bau einer 250 Millionen Euro teuren Müllverbrennungsanlage mit einer jährlichen Kapazität von 500.000 Tonnen Haushaltsabfällen.

Im Zieljahr 2020 sollen 100 Prozent der Bevölkerung mit sauberem Wasser aus zentralen Leitungen versorgt werden (1. Januar 2016: 84 Prozent). Die Weltbank unterstützt im Jahr 2018 landesweit 29 Projekte für 50 Millionen US-Dollar. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung engagiert sich bei der Finanzierung von Wasser- und Abwasserprojekten in Orscha, Polazk und Lida.

Quelle: Germany Trade & Invest