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Papierindustrie fordert sichere Versorgung mit Holz

Die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie hat den aktuellen gemeinsamen Konzeptentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Bundeumweltministeriums zur Honorierung von Ökosystemleistungen des Waldes und des klimaangepassten Waldmanagement kritisiert.

„Wir sehen durch die Pläne die Versorgung mit dem heimischen Rohstoff Holz gefährdet“, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses Forst- und Holz im Verband Die Papierindustrie, Wolfgang Beck, zu dem Entwurf „Honorierung von Ökosystemleistung des Waldes und von klimaangepasstem Waldmanagement“.

Grund für die Sorge der Papierindustrie sind die im Konzeptentwurf vorgesehenen Transferzahlungen für Waldbesitzer bei einem Nutzungsverzicht. Diese sollen beispielsweise bei Verzicht auf Nutzung von fünf Prozent der Waldfläche bei Forstbetrieben über 100 Hektar oder bei einem freiwilligen Nutzungsverzicht unter 100 Hektar fließen. Zudem ist die Honorierung bei einer Extensivierung der Holznutzung in Laubholzbeständen vorgesehen.

Beck verwies auf die wachsenden Ansprüche an die Forst- und Holzwirtschaft bei der Etablierung klimastabiler Wälder. Gleichzeitig werde von der Politik eine stärkere Verwendung des heimischen Rohstoffs Holz forciert. Dies könne die Forst- und Holzwirtschaft nicht leisten, wenn die wirtschaftliche Nutzung der Wälder weiter eingeschränkt werde, sagte Beck. „Bei der Nutzung unserer Wälder muss es einen ausgewogenen Dreiklang von Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes geben. Wir begrüßen eine Honorierung von Ökosystemleistungen mit einem klaren Bekenntnis zur forstwirtschaftlichen Nutzung unserer Wälder ohne weitere Nutzungsverzichte.“

Quelle: Die Papierindustrie e.V.

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