Nationale Wasserstrategie: Private Wasserwirtschaft leistet Beitrag

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Niedrigwasser auf dem Rhein (Foto: Pixabay)

Der BDE sieht mit der Verordnung gute Chancen für mehr Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz.

„Die Strategie enthält gute Ansätze. Ihre gestrige Vorlage ist der Startschuss für eine sachliche Debatte, die sich auf die gesamte Wasserwirtschaft positiv auswirken dürfte. Die Veröffentlichung ist zudem ein guter Anlass, um zu einer Neubewertung des Abwassernutzens zu kommen“, erklärte BDE-Präsident Peter Kurth am Mittwoch in Berlin. Der grundsätzliche Vorrang der Trinkwasserversorgung in der Wasserstrategie habe seine Berechtigung, dürfe jedoch nicht dazu führen, dass der Wasserbedarf in anderen Bereichen ignoriert wird.

Kurth versicherte, dass die private Wasserwirtschaft in Deutschland bereit dazu ist, ihren Beitrag zur Umsetzung der Strategie zu leisten. Nach Ansicht des BDE-Präsidenten dürften dabei jedoch Wert und Nutzen des Abwassers nicht unterschätzt werden. Kurth wies in diesem Zusammenhang auf die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie hin, die einen wichtigen Meilenstein markiere.

Der Vorsitzende des BDE-Fachbereichs Wasserwirtschaft, Dr. Matthias Staub, betonte, dass es insbesondere um die Mehrfachnutzung von Wasser und Abwasser geht: „Hier sehen wir noch Nutzungspotenziale, vor allem in der Landwirtschaft oder in der Löschwasserversorgung.”

Außerdem werde das Abwasser bislang noch überwiegend als Energie- und Nährstofflieferant betrachtet. „Mit geeigneten Maßnahmen könnten wir es auch als Informationsquelle in Betracht ziehen, denn mithilfe sachgerechter Analysen kann ein Monitoring aus dem Abwasser in der jüngsten Pandemiebekämpfung einen wertvollen Beitrag leisten“, schließt  Staub. Es sei richtig, dass dies auch in der nationalen Wasserstrategie seinen Platz finde.

Quelle: BDE

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