Circular Economy als Schlüssel für Lösung globaler Krisen

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Kreislauf (Foto: geralt / Pixabay)

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde wirbt für einen verstärkten Wandel zu einer Circular-Economy-Gesellschaft. Mit Blick auf die digital stattfindende Konferenz „Global Solutions“ am 27. und 28. Mai 2021 sagte er, eine solche Transformation sei im Kampf gegen Klimawandel und Artenverlust unverzichtbar.

Ziel der internationalen zweitägigen Veranstaltung ist es, für das nächste Treffen der G20 ‒ die Gruppe der weltweit bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer ‒ forschungsbasierte und unabhängige Politikempfehlungen zu entwickeln.

An der internationalen Konferenz nehmen aus etwa 160 Ländern rund 6.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil. Die DBU fördert den Gipfel seit mehreren Jahren finanziell und als aktive Partnerin. Als Gastredner ist auch DBU-Generalsekretär Bonde vertreten. Sein Appell angesichts der Klimakrise: „Technologische Entwicklungen allein reichen nicht. Wir brauchen einen Bewusstseinswandel.“

Der Gipfel unterstützt die internationale Think-Tank-Gruppe T20 und die G20 unter der italienischen G20-Präsidentschaft und will zugleich Brücken zwischen den vergangenen G20-Präsidentschaften sowie Indonesien und Indien in den kommenden zwei Jahren schlagen. Er wird sich stark auf eine Neuausrichtung in einer Welt nach der Corona-Pandemie konzentrieren – im Sinne einer Kopplung von wirtschaftlichem Fortschritt mit sozialem Wohlstand und ökologischer Nachhaltigkeit.

Win-Win-Win-Situation für Ökonomie, Ökologie sowie Bürgerinnen und Bürger

„Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung geht es darum, gewissermaßen eine Win-Win-Win-Situation für Ökonomie, Ökologie sowie Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“, erklärte Alexander Bonde. Eine Circular Economy, also eine umfassende Kreislaufwirtschaft, sei ein wichtiger Schlüssel zur Lösung der globalen Klima- und Biodiversitätskrisen. Die Idee: Um die Ressourcen der Erde zu schonen, sollen Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden.

Noch Bedarf an viel mehr Forschung und Innovationen

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (Foto: DBU)

„Leider gibt es kein Patentrezept“, sagt Bonde. „Jedes Problem, jedes Material – ob das nun Plastik, Metalle oder Stoffe sind – hat seine eigenen Herausforderungen und erfordert seinen eigenen Weg und Mechanismen zur umfassenden Kreislaufwirtschaft.“ Und diese seien nicht nur technologischer, sondern auch regulatorischer und gesellschaftlicher Natur.

Der DBU-Generalsekretär: „Die Circular Economy wird auch einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft und eine Änderung des Verbraucherverhaltens erfordern, was letztendlich zur Transformation in eine Circular-Economy-Gesellschaft führt.“ Es gebe schon viele gute Beispiele, jedoch bestehe ein Bedarf an viel mehr Forschung und Innovationen, die die Stiftung in den kommenden Jahren maßgeblich voranbringen wolle.

Informationen über die internationale Konferenz „Global Solutions“ sind hier erhältlich.

Quelle: DBU

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