„Corona-Krisenkoordination darf keine planwirtschaftlichen Züge annehmen“

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Quelle: BDI

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) sieht mit Sorge, dass sich die Bundesregierung in den vergangenen Wochen weitreichende Eingriffsbefugnisse in Produktion, Preis und Handel von Corona-Schutzgütern verschafft hat.

Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Es ist richtig, dass das Wirtschaftsministerium die öffentliche Beschaffung von Corona-Schutzgütern und -Medikamenten koordiniert. Der neue Krisenstab muss die großen wirtschaftlichen Anforderungen an Unternehmen abfedern, die durch die Umstellung ihrer Produktion entstehen.

Die Industrie hilft und wird weiterhin helfen. Dafür muss die Politik den Unternehmen bei ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl unbedingt unter die Arme greifen. Die Produktion von Schutzgütern sollte wirtschaftlich sein, andernfalls droht gerade Mittelständlern der finanzielle Ruin.

Die Industrie sieht mit Sorge, dass sich die Bundesregierung in den vergangenen Wochen weitreichende Eingriffsbefugnisse in Produktion, Preis und Handel von Corona-Schutzgütern verschafft hat. Eine effiziente Krisenkoordination ist entscheidend dafür, dass Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland so wenig Schaden wie möglich nehmen. Sie darf aber keine planwirtschaftlichen Züge annehmen.“

Quelle: BDI

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