Eisenhüttenschlacke: Kurzfilm des FEhS-Instituts über die Bedeutung des Rohstoffs

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Bildquelle: FEhS-Institut

Eisenhüttenschlacke, ein Nebenprodukt aus der Stahlindustrie, ist seit Jahrzehnten ein begehrter Rohstoff für Zement, Verkehrswege und Düngemittel. Er hat bereits eine Milliarde Tonnen Naturgestein ersetzt und über 200 Millionen Tonnen CO2 vermieden – ein Paradebeispiel für erfolgreiche Ressourcenschonung.

Um vor allem Akteure aus Bau- und Landwirtschaft, Verwaltung und Politik über diese Nutzen und Vorteile des Mineralstoffs leicht verständlich und kurzweilig zu informieren, hat das FEhS ­– Institut für Baustoff-Forschung e. V. in Duisburg einen Kurzfilm produziert. Er ist unter www.fehs.de und hier verfügbar.

Der Zuschauer erfährt in rund vier Minuten in beeindruckenden Bildern, anschaulichen „Think-Fast-Grafiken“ und sachlichen Kommentaren alles Wissenswerte über Eisenhüttenschlacken: von der Entstehung und Weiterverarbeitung über die Eigenschaften und Einsatzgebiete bis zu den ökonomischen und ökologischen Aspekten. Durch die konsequente inhaltliche Orientierung an den Zielgruppen und die sorgfältige, aber kompakte Vermittlung von Informationen gelingt es dem Film, komplexe industrielle Prozesse und anspruchsvolles technologisches Wissen in leicht rezipierbare Fakten umzusetzen. Über die sachliche Ebene hinaus kommen zudem auch gesellschaftlich relevante Themen wie Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft zur Sprache, die aktuell in der nationalen und internationalen Politik von großer Bedeutung sind.

Noch immer unterschätzt

Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Insituts: „Wir erfahren immer wieder in der Praxis, dass selbst branchennahe Fachleute, Unternehmen und Behörden den Stellenwert von Eisenhüttenschlacken als Rohstoff der Zukunft immer noch unterschätzen. Nach unserer Broschüre 2018 wollten wir daher die wichtigsten Informationen auch in bewegten Bildern medial anspruchsvoll aufarbeiten. Mit dem Ziel, einer breiten Zielgruppe die Vorzüge des wertvollen Sekundärrohstoffs zu vermitteln und unsere Kernbotschaft zu kommunizieren: Eisenhüttenschlacken sind das beste Beispiel für gelebte Ressourcenschonung!“

Jedes Jahr entstehen bei der Eisen- und Stahlproduktion in Deutschland 13,5 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken. Daraus werden sieben Millionen Tonnen Hüttensand, fünf Millionen Tonnen Gesteinskörnungen und 500.000 Tonnen Konverterkalk hergestellt. Jeweils eine halbe Million Tonne entfällt auf die anlageninterne Kreislaufführung und für die Weiterverarbeitung nicht verwertbares Material.

Quelle: FEhS-Institut