EU-Kommission unterstützt Polen bei thermischer Abfallverwertung

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MVA-Kesselreinigung (Foto: Kroll/ Recyclingportal.eu)

Die Europäische Kommission hat am 30. Januar 2020 zwei Investitionen genehmigt, die auf die Verbesserung der Abfallwirtschaft in Polen durch die Umwandlung von Abfall in Energie abzielen. Fast 63 Millionen Euro aus dem Kohäsionsfonds werden für den Bau einer Siedlungsabfallbehandlungsanlage in Danzig bereitgestellt.

Die neue Anlage neutralisiert jährlich rund 160.000 Tonnen Siedlungsabfälle und erzeugt gleichzeitig Strom und Nutzwärme. Die Kommission hat außerdem eine Investition von fast 40 Millionen Euro aus demselben Fonds für den Bau einer ähnlichen Müllverbrennungsanlage in Allenstein in der polnischen Region Warmińsko-Mazurskie genehmigt.

Auch diese Anlage soll sowohl eine effektive Abfallbewirtschaftung gewährleisten als auch den Energiebedarf der Bürger durch die Umwandlung von festem Siedlungsabfall in Wärme und Strom decken. Die Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Elisa Ferreira, sagte dazu: „Die Anlage wird auch eine effektive Abfallbewirtschaftung gewährleisten und den Energiebedarf der Bürger durch die Umwandlung von Siedlungsabfällen in Wärme und Strom decken. Diese Projekte sind ein gutes Beispiel für den Bereich ‚global denken, lokal handeln‘ der EU-Kohäsionspolitik. Vor Ort werden die Anlagen der Abfallbehandlung und der effizienten Energieerzeugung in beiden Städten große Vorteile bringen; global gesehen werden sie die Umweltauswirkungen des Abfalls im gesamten Ostseeraum verringern.“

Die Anlage in Allenstein wird voraussichtlich ab November 2022 in Betrieb sein. Das Projekt in Danzig soll voraussichtlich ab Januar 2023 laufen und zudem Bildungs- und Werbeaktivitäten für eine Million Anwohner umfassen, die über die Bedeutung der Abfallvermeidung und die Gewährleistung der ordnungsgemäßen Behandlung des anfallenden Abfalls informieren. Während der Haushaltsperiode 2014 bis 2020 erhält Polen im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik über zehn Milliarden Euro Unterstützung für Umweltschutz und Ressourceneffizienz.

Quelle: EU-Kommission und bvse

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