Forschung für eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Grundstoffindustrie

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Fräsmaschine (Bild: Pixabay)

SCI4climate.NRW, das wissenschaftliche Kompetenzzentrum von IN4climate.NRW unter der Leitung des Wuppertal Instituts, lädt dazu ein, aktuelle Forschungsfragen zur klimaneutralen Industrie gemeinsam mit Forschenden, Industrievertretern und politischen Entscheidungsträgern zu diskutieren. Ein „Call for Presentations and Poster“ gibt die Möglichkeit, das Programm der Veranstaltung mitzugestalten.

Nordrhein-Westfalen ist die industrielle Kernregion Deutschlands und damit Fundament und Motor für Wachstum und Wohlstand: Sie trägt nicht nur maßgeblich zum Bruttoinlandsprodukt im Land bei – mit knapp einem Fünftel der Erwerbstätigen ist die Industrie außerdem einer der größten Arbeitgeber in NRW.

Die Industrie verursacht dabei – trotz bereits beträchtlicher Reduktionserfolge in den vergangenen Jahren – noch circa 19 Prozent der Treibhausgasemissionen in NRW. Um die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Industrie auch in Zukunft zu erhalten und gleichzeitig zu einem klimaneutralen Industriestandort zu werden, sind vielfach grundlegend neue Produktionsprozesse und -verfahren sowie innovative Ansätze notwendig. Gleichzeitig bedarf es einer geeigneten Infrastruktur und entsprechender Rahmenbedingungen, um die Transformation zu begleiten. Klimaschutz soll zum Modernisierungsmotor für NRW und die nordrhein-westfälische Industrie werden.

Das wissenschaftliche Kompetenzzentrum SCI4climate.NRW besteht aus sechs Forschungseinrichtungen und steht unter der Leitung des Wuppertal Instituts. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Fragestellungen rund um die klimaneutrale Grundstoffindustrie. SCI4climate.NRW ist Teil des 2019 gegründeten Think Tanks IN4climate.NRW. Hier arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Hand in Hand zusammen, um Strategien für eine klimaneutrale Industrie der Zukunft zu entwickeln.

Worum geht es?

Die Veranstaltung zeigt erste Forschungsergebnisse und vernetzt die vielfältige NRW-Wissenslandschaft mit Industrie, Hochschulen, Verbänden, Ministerien und Behörden. Vorträge, Workshops und Möglichkeiten zum Netzwerken bieten den Teilnehmern einen Einblick in das Projekt und den aktuellen Forschungsstand zur klimaneutralen Industrie. Explizit richtet sich die Veranstaltung auch an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Wann und wo? 12. Mai 2020, 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr, Komed, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Experten gesucht

Bei Interesse, ein Forschungsthema einem breiten Publikum vorzustellen und das Programm der Veranstaltung mitzugestalten, sind Beiträge zu folgenden Themen willkommen:

  • Forschungsergebnisse und Pilotprojekte zu Themen der Energieeffizienz und weitgehenden Treibhausgasemissionsminderung in industriellen Prozessen, vor allem in der Grundstoffindustrie
  • Cross-industrielle Symbiose, Netzwerke und Kooperationen; Systemforschung und Szenarienentwicklung
  • Industrielle Nutzung von Wasserstoff und Break-through-Technologien
  • Fragen der Infrastrukturentwicklung für Wasserstoff, grüne Gase, Strom und CO2
  • Klimaneutralität durch Ressourceneffizienz und Circular Economy mit Fokus auf wichtige Grundstoffe: Analyse und Planung nachhaltiger Wertschöpfungsketten
  • Politikinstrumente zur Transformation der Industrie und Themen des Strukturwandels in industriell geprägten Regionen insbesondere in NRW

Abstracts für Vorträge sollen bis 31. Januar, die Abstracts für Poster bis 28. Februar 2020 eingereicht werden. Ausgewählte Autorinnen und Autoren werden bis zum 13. März 2020 informiert.

Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH