SKZ unterzeichnet Circular Plastics Alliance-Erklärung

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Bildquelle: Circular Plastics Alliance

Mehr als 100 Unternehmen und Verbände aus der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette sind der Circular Plastics Alliance beigetreten, darunter auch das SKZ. Mit Unterzeichnung der Erklärung im Herbst 2019 bekräftigen alle Beteiligten das Ziel der EU-Kommission, bis zum Jahr 2025 zehn Millionen Tonnen recycelter Kunststoffe bei der Herstellung neuer Produkte einzusetzen. Sie setzen damit ein starkes Signal Richtung Kreislaufwirtschaft.

Die Erklärung enthält folgende konkrete Eckpunkte: Mit dem Ziel, die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen zu verbessern beziehungsweise zu erreichen, dass Kunststoffprodukte mehr recycelte Kunststoffe enthalten, sollen in Zukunft die Designs sowie die verwendeten Rezepturen dahingehend optimiert werden. Damit Fortschritte bei der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Kunststoffabfällen erreicht werden können, ist die Identifizierung von bislang ungenutzten Potenzialen innerhalb der Wertschöpfungskette sowie beim Abfallmanagement in der gesamten EU erforderlich. Weiterhin sollen Stoffströme von Kunststoffen identifiziert und überwacht werden. Für eine kreislauforientierte Kunststoffwirtschaft soll eine Forschungs- und Entwicklungsagenda erarbeitet werden.

Aufklärung in der aufgeheizten öffentlichen Kunststoff-Diskussion leisten

Prof. Dr. Martin Bastian, Institutsdirektor am SKZ, zeigt sich begeistert: „Wir freuen uns, die Erklärung der Circular Plastics Alliance Anfang November 2019 unterzeichnet zu haben. Damit wollen wir ein Zeichen setzen, um mit unseren Partnern die ambitionierten Ziele der EU-Kommission in puncto Recycling-Quoten zu erreichen. Dabei wollen wir immer die Belange der Kunststoffindustrie im Auge behalten und Aufklärung in der aufgeheizten öffentlichen Kunststoff-Diskussion leisten.“

In verschiedensten Geschäftsfeldern unterstützt das SKZ bereits heute Unternehmen bei Lösungen für eine verbesserte Kreislaufführung von Kunststoffen, die in Zukunft noch ausgebaut werden sollen. Das Forschungs- und Dienstleistungsportfolio reicht von der rezyklatbasierten Material- und Produktentwicklung über die Entwicklung digitaler Anwendungen und Geschäftsmodelle zur Stärkung des Sekundärkunststoffmarkts bis hin zur Optimierung von Wiederaufbereitungsverfahren und der Verarbeitung von Rezyklaten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbraucheraufklärung, die am SKZ bereits bei den Jugendlichen im hauseigenen Schülerlabor beginnt und über Kurse zur Aus- und Weiterbildung bis hin zu Tagungsveranstaltungen mit öffentlichen Anteilen reicht.

Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

Quelle: SKZ – Das Kunststoff-Zentrum

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