Aktivitäten zur Vermeidung von Meeresmüll im Mittelpunkt

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Plastikmüll (Foto: © C. Falk/ http://www.pixelio.de)

Am 21. und 22. November 2019 fand in Berlin die 3. Internationale RETech-Konferenz zum Thema „Kreislaufwirtschaft gegen Meeresvermüllung“ statt. Die Konferenz mit 150 Teilnehmern wurde gemeinsam von German RETech Partnership und dem Bundesumweltministerium unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze durchgeführt.

Sie führte Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Repräsentanten betroffener Staaten zusammen. Referenten aus acht Ländern stellten im Rahmen der Konferenz ihre Erfahrungen insbesondere in den Ländern mit den größten Plastikfrachten in den Flüssen, Meeren und Ozeanen dar. Sie berichteten über Projekte und Initiativen vor Ort, bei denen durch verschiedene Maßnahmen versucht wird, einen bewussten Umgang mit Abfällen zu etablieren. Zu Wort kamen Botschafter, Wissenschaftler, Consultants, Unternehmer, Vertreter deutscher Ministerien und Verbände sowie NGO´s.

„Die zunehmende Verschmutzung der Meere gehört zu den größten Herausforderungen im globalen Umweltschutz. Der ständig wachsende (Plastik-)Abfalleintrag hat gewaltige negative Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme. Gelingen kann die Reduzierung der Meeresvermüllung nur, wenn alle Akteure daran gemeinsam arbeiten, die Rahmenbedingungen für eine funktionierende Städtereinigung und Kreislaufwirtschaft in den betroffenen Ländern in den Blick zu nehmen,“ erklärte Dr. Armin Vogel, Vorstandsvorsitzender von RETech.

Die Projekte, die langfristig eine Reduzierung von Abfalleinträgen in die weltweit am meisten belasteten Flüsse bewirken sollen, zielen auf die Veränderung von Konsumgewohnheiten, Produkt- und Materialdesign, den Ausbau umweltfreundlicher Lieferketten, den Aufbau einer verlässlichen Städtereinigung und Abfallerfasssung sowie die Etablierung eines nachhaltigen Abfallmanagements ab, bei dem ein Markt für recycelbare, sekundäre Rohstoffe entsteht.

Die Konferenz bot den Teilnehmern die Gelegenheit, sich mit internationalen Experten intensiv auszutauschen und neue Kontakte in der Branche zu knüpfen. Somit konnte eine Vernetzung über die Grenzen Deutschlands hinweg in die besonders betroffenen Regionen hinein gefördert werden. Im Rahmen der Konferenz stellte das Bundesumweltministerium auch sein Engagement im Rahmen des „Marine Debris Framework-Regional hubs around the globe“ (Marine:DeFRAG)“ vor und gab das Auflegen eines neuen Förderprogrammes zum Aufbau von Entsorgungs- und Recyclingstrukturen in Asien und Afrika bekannt. Die Konferenz wurde im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien gefördert und in Kooperation mit dem WWF und dem EZ-Scout Programm der GIZ durchgeführt.

Quelle: German RETech Partnership e.V.

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