Online-Befragung zum Thema Klimaschutz in Entsorgungsunternehmen

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Ein Viertel der teilnehmenden Unternehmen plant die Umrüstung auf vollelektrifizierte Fahrzeuge (Foto: Pixabay)

An der aktuellen Blitzlicht-Umfrage nahmen 74 Unternehmen teil. 90 Prozent gaben an, in der kommunalen Entsorgung tätig zu sein, weitere fünf Prozent in der privaten Entsorgung und ebenfalls fünf Prozent ordneten sich dem Bereich sonstige mit Entsorgung befasste Unternehmen zu.

Den Einstieg in die Umfrage machte die Frage nach der Wichtigkeit von Klimaschutz und Umweltschutz im Unternehmen. Hierauf antworteten 37 Prozent der Entsorger mit sehr wichtig, weitere 44 Prozent mit wichtig. Lediglich in 19 Prozent der teilnehmenden Unternehmen sind Klimaschutz und Umweltschutz demnach nicht so wichtig oder unwichtig.

Eine weitere Frage widmete sich der Art der genutzten Fahrzeuge im Unternehmen. Hierbei sind Pkw in 95 Prozent der Unternehmen im Einsatz, leichte und schwere Nutzfahrzeuge werden jeweils in 72 Prozent der Entsorgungsbetriebe eingesetzt und Fahrräder oder E-Bikes kommen in 59 Prozent der Betriebe zum Einsatz.

Bei der Frage nach der Bereitschaft zur Umstellung auf alternative Antriebe bei genutzten Fahrzeugen in den nächsten fünf Jahren zeigt sich eine deutliche Bereitschaft unter den Teilnehmern. Circa ein Viertel der Teilnehmenden plant demnach die Umrüstung auf vollelektrifizierte Fahrzeuge, die Hälfte der Teilnehmer zumindest eine teilweise Umstellung. Ähnlich deutlich fällt das Ergebnis im Hinblick auf Hybridfahrzeuge aus. Hier sagen acht Prozent Ja zu einer Umstellung und 57 Prozent planen eine teilweise Umstellung. Deutlich zögerlicher ist die Reaktion auf Gas und Wasserstoff als Antriebsart. In beiden Fällen lehnten rund zwei Drittel der Befragten eine Umstellung in den nächsten fünf Jahren ab.

Auf die Frage nach einem veränderten Verhalten bei Dienstreisen antworteten 41 Prozent der Teilnehmer, dass sie bei innerdeutschen Reisen die Bahn als Verkehrsmittel nutzen und 46 Prozent, dass sie häufiger mit der Bahn fahren. Ein klares Nein zeigte sich durch jeweils etwa zwei Drittel der Antworten im Hinblick auf einen Anstieg von Videokonferenzen als Alternative zur Dienstreise und eine generelle Reduzierung der Dienstreisen.

Gefragt nach einer stärkeren Förderung von Gasantrieb und Wasserstoffantrieb stimmten 51 Prozent vollständig zu und weitere 37 Prozent eher zu. Rund 40 Prozent sind sich zudem einig, dass E-Mobilität wichtig für den Klimaschutz ist.

Quelle: Blitzlicht/kommunalwirtschaft.eu

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