Müllverwertungsschiff SeeElefant für den ecodesign 2019 nominiert

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Bild: One Earth – One Ocean e.V. (OEOO)

Der SeeElefant, das Müllverwertungsschiff der Umweltorganisation One Earth – OneOcean e.V. (OEOO), dessen Konzeption und Machbarkeitsstudie im Mai 2019 fertiggestellt wurde, ist für den diesjährigen Bundespreis ecodesign nominiert.

Aus mehr als 300 Einreichungen wählte die Fachjury aus Design- und Umweltexperten in Berlin 31 Projekte als diesjährige Nominierte aus, darunter auch die Machbarkeitsstudie und das Umsetzungskonzept zum Pilotsystem SeeElefant von OEOO. Der Preis, der jährlich vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt und dem Internationalen Design Zentrums Berlin verliehen wird, prämiert innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die sich durch eine herausragende ökologische Qualität, einen innovativen Ansatz und durch eine hohe Designqualität auszeichnen.

Dass Plastikmüll in den Gewässern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme  unserer Weltgesellschaft ist, muss nicht mehr betont werden. Die gemeinnützige Organisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) mit Sitz in München-Garching und Kiel hat deshalb bereits seit 2011 ihr Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ zur Sammlung von Plastikmüll aus den Meeren entwickelt. Schon 2016 wurden das Müllsammelschiff SeeKuh von OEOO für den Bundespreis ecodesign nominiert. Finanzielle Unterstützung erfährt OEOO seit Jahren durch die gemeinnützige Röchling Stiftung. Der Bundespreis ecodesign ist die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland und wird jährlich vergeben.

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung des SeeElefanten zum diesjährigen Bundespreis ecodesign“, erklärt Günther Bonin, Gründer und Vorsitzender der Organisation One Earth – One Ocean e.V. „Obwohl das Thema Plastikmüll in den Meeren heute allgegenwärtig ist, fehlen weltweit tragfähige und umsetzbare Konzepte, die es ermöglichen, schnell gegen die Vermüllung durch Plastik im Meer vorzugehen. Utopien helfen uns da nicht weiter. Unser Konzept ist ein durchdachter und pragmatischer Lösungsansatz, der in Teilen bereits erprobt und laufend optimiert wurde. Wir sammeln nicht nur, sondern sortieren den Plastikmüll an Bord des SeeElefanten, sodass er wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann.“

Am 25. November wird Bundesumweltministerin Svenja Schulze dann die diesjährigen Gewinner im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin auszeichnen. OEOO hofft, dass der SeeElefant dann einer der Preisträger sein wird.

Quelle: One Earth – One Ocean e.V. (OEOO)