Studie bestätigt Klimaschutz-Effekte durch Recycling

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Mehr als 50 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen.

Die Unternehmen der deutschen Kreislaufwirtschaft tragen mit ihrer Arbeit signifikant zur Entlastung des Klimas bei. Gerade auch Investitionen ins Kunststoffrecycling zahlen sich nachhaltig aus. Das bestätigt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht): Nach Berechnungen der Wissenschaftler spart der Einsatz hochwertiger Recyclingkunststoffe mehr als 50 Prozent klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein.

„Dies bestärkt uns in unserer Forderung nach einer konsequenteren Kreislaufwirtschaftspolitik“, kommentiert Peter Kurth, Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. „Der Einsatz von Rezyklaten muss gezielt gefördert werden, um die Klimaschutzpotenziale des Recyclings voll auszuschöpfen.“ Mit seiner Resolution „Zeit zum Handeln – Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ hat der Branchenverband die Politik bereits im Juni 2019 zum Dialog aufgefordert. „Alle Akteure müssen jetzt an einem Strang ziehen“, appelliert Kurth. „Das kommende Klimaschutzgesetz kann hier ein wirksamer Hebel sein.“

Im Auftrag des Umweltdienstleisters Interseroh, einem Tochterunternehmen der Alba Group, untersuchen die Forscher des Fraunhofer-Instituts Umsicht regelmäßig die Umwelteffekte des Recyclings. Durch die technische Weiterentwicklung des mehrfach ausgezeichneten Verfahrens Recycled-Resource auf einen Extrusionsprozess in nur einem Schritt konnte das Unternehmen seine Umweltbilanzen danach erneut verbessern: Der Einsatz des Recyclingkunststoffs Recythen sparte im Jahr 2018 im Schnitt 60 Prozent klimaschädliche Emissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. Die Einsparung an Primärenergie entspricht in etwa 14.000 Waschladungen. Selbst der Einsatz des relativ aufwendig produzierten Recyclingrohstoffs Procyclen sparte noch 54 Prozent klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen ein.

Quelle: BDE