Digitalisierung im Spritzgießprozess, Additive Fertigung, Plasmabeschichtung

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Grafik zum Spritzgießprojekt aus dem IKV-Leitthema „Kunststoffindustrie 4.0“ (Grafik: IKV)

Drei Forschungsthemen live am IKV-Stand auf der K 2019: Halle 14/C16.

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist auf der K 2019 in Düsseldorf, vom 16. bis 23. Oktober 2019, wieder mit einem eigenen Stand in Halle 14/C16 vertreten. Seit den Anfängen der K Messe in den 1950er Jahren zeigt das IKV ausgesuchte Forschungsthemen auf dieser internationalen Plattform. Zur K 2019 präsentiert das IKV drei Forschungsthemen: Digitalisierung beim Spritzgießen, Additive Fertigung und Plasmabeschichtung für besonders kleine Bauteile.

Im Fokus des Spritzgießprojekts steht die industrienahe Praxisdemonstration der Digitalisierung und Optimierung des Produktionsprozesses. Steigende Prozesskomplexität führt zu immer stärker wachsenden Herausforderungen bei der Prozesseinrichtung. In Kooperation mit dreizehn Industriepartnern präsentiert das IKV an der laufenden Spritzgießmaschine einen Produktionsprozess, der durch den Einsatz künstlicher Intelligenz den Einrichtprozess verkürzen soll. Als Demonstrationsbauteil wählten die Projektbeteiligten ein Gehäuse für den Einplatinencomputer Raspberry Pi.

Das Projekt zur Additiven Fertigung beschäftigt sich mit Infill-Strukturen, die das innere Konstrukt eines Bauteils darstellen und maßgeblich die mechanischen Eigenschaften des Objekts bestimmen. Schwerpunkt des Projekts ist die Entwicklung einer Software für die lastpfadgerechte Auslegung von 3D-Infills. Der Messebesucher kann auf dem IKV-Stand live die additive Fertigung von Bauteilen mit optimierten lastpfadgerechten 3D-Infill-Strukturen verfolgen. Es werden die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der neuen 3D-Infillstrukturen und die Ergebnisse von Simulationen unterschiedlicher 2,5D- und 3D-Infill-Strukturen dargestellt.

Die Wissenschaftler aus dem Bereich Plasma haben eine modulare, hochskalierbare Plasmaanlage zur Innenbeschichtung kleiner Hohlkörper, zum Beispiel medizinischer Spritzen, Ampullen, Kaffeebecher oder Tüllen entwickelt. Mögliche Funktionalitäten sind die Erhöhung der Sperrwirkung gegen Gase und Aromen, die Reduzierung der Reibung oder die Verbesserung der chemischen Beständigkeit. Auf dem IKV-Stand zeigen die Wissenschaftler live die automatisierte Beschichtung von Kunststoffspritzen inklusive Probenhandling. Die Besucher können die reibungsmindernde Wirkung an beschichteten und unbeschichteten Spritzenkörpern vergleichen.

Das IKV ist zu finden in Halle 14/C16. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IKV stehen an den laufenden Anlagen bereit, um die Prozesse zu erläutern.

Quelle: Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)