RIGK erstellt Abfallwirtschaftsplan für chilenische Küstenschutzzone

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Bild: RIGK GmbH

Das chilenische Umweltministerium beauftragt RIGK, einen Abfallwirtschaftsplan für die Küstenschutzzone von Isla Grande de Atacama zu erstellen.

Chile ist das Land mit der zweitlängsten Küstenlinie der Welt. 83.000 Kilometer erstrecken sich entlang des Pazifischen Ozeans, von Polarregionen bis zu Wüstengraden und umgeben Ozeaninseln, Archipele und Fjorde. Diese einzigartige Natur beherbergt einige der opulentesten und artenreichsten Ökosysteme der Meere und Küsten weltweit.

In den letzten Jahren hat die von Chile verabschiedete Naturschutzpolitik ein beispielloses Wachstum erfahren und der Umweltverschmutzung den Kampf angesagt. Nahezu 38 Prozent der marinen und Landfläche unterliegen heute ökologischen und sozioökonomischen Nachhaltigkeitswerten. Solche Meeresschutzgebiete bemühen sich weltweit um den Erhalt der Biodiversität, den Schutz gefährdeter Meerestiere, die Verringerung von Nutzungskonflikten, die Einrichtung von Forschungs- und Bildungsinstanzen sowie die nachhaltige Entwicklung von Geschäfts- und Freizeitaktivitäten.

Von Plastikmüllverschmutzung betroffen

Von den zehn Meeresschutzgebieten (Áreas Marinas Costeras Protegidas MCPA), die Chile besitzt, ist das Gebiet, in dem sich die Isla Grande de Atacama befindet, aufgrund ihres ökologischen, kulturellen und touristischen Reichtums besonders wichtig. Es enthält paradiesische Strände, ein einzigartiges Feuchtgebiet an der Mündung des Copiapó-Flusses und eine Insel, auf der sich eine bedeutende Kolonie von Humboldt-Pinguinen befindet, deren Bevölkerung im letzten Jahrzehnt zusehends abgenommen hat. Dank seiner Sandstrände und des attraktiven Phänomens der „blühenden Wüste“ entwickelt die Isla Grande de Atacama touristische Aktivitäten und zieht Sportfischer an. Aufgrund seiner Geomorphologie und seiner touristischen Attraktivität ist die Region eines der am stärksten exponierten und von Umweltverschmutzung betroffenen chilenischen Meeresschutzgebiete. Hauptproblem stellt die Ansammlung von Abfällen dar, die zum überwiegenden Teil aus Kunststoff sind. Diese Situation bewegte das Umweltministerium Chiles dazu, eine Studie zur Bewertung des Problems der Küstenabfälle in Auftrag zu geben. Darin soll abgebildet werden:

  • die Risiken für das Natur- und Kulturerbe;
  • die Entwicklung eines Abfallmanagementplans, der
  • die Koexistenz der verschiedenen Nutzergruppen ermöglicht

Die Erfahrung von RIGK mit der nachhaltigen Rückführung von Kunststoffabfällen; ihr Bekenntnis zu den Grundsätzen und Initiativen der EU und einiger privater Unternehmen hinsichtlich der Verringerung vom Kunststoffaufkommen in den Ozeanen und Küsten der Welt; die Arbeit und Anerkennung von mehr als drei Jahren in Chile; sowie die vorgeschlagene Methodik waren die ausschlaggebenden Faktoren warum das chilenische Umweltministerium RIGK Chile als Verantwortlichen für die Entwicklung der Studie und die Vorbereitung des Managementplans für die Isla Grande de Atacama wählte.

Das vor kurzem gestartete Projekt befindet sich in der Etappe der Bestandsaufnahme und Diagnose: Aus der Analyse der Nutzer, der Besucher und der Art der Abfälle können intrinsische Ursachen wie Fischerei und Tourismus sowie externe Gründe wie zum Beispiel gestrandete Kunststoffe aus der Küstenregion erkannt werden. Die Studie von RIGK Chile stellt einen methodischen Beitrag zur Lösung eines weltweit bedeutenden Problems dar. Da sie den ersten Abfallmanagementplan für ein chilenisches Küstengebiet bildet, wird sie Grundlage eines Modells sein, das auf andere Uferregionen anwendbar ist. Somit wird die heutige Situation aktiv für ein nachhaltiges morgen angegangen.

Quelle: RIGK GmbH