IKB: Trend zum Leichtbau sichert bei Aluminium weiterhin Absatzanstieg

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Aluminium- und Weißblechdosen (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Nachdem die weltweite Primäraluminiumproduktion 2018 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen war, prognostiziert die IKB Deutsche Industriebank für 2019 eine leicht höhere Erzeugung von rund 64,8 Millionen Tonnen sowie weitere elf Millionen Tonnen Recyclingaluminium.

China hat im Januar 2019 eine etwas geringere Produktion infolge von Abschaltungen um das Chinesische Neujahrsfest ausgewiesen, ist der neuesten IKB Rohstoffpreis-Information zu entnehmen. Im übrigen Asien erfolgte ein Anstieg (+1 %). In Europa insgesamt war eine geringere Produktion zu beobachten. In Nordamerika stabilisierte sich die Erzeugung nach Jahren hoher Einbrüche, während sie in Lateinamerika nochmals um ein Viertel geringer ausfiel. Die Aussichten in allen relevanten Abnehmerbereichen sind weiter positiv: Der Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie, der Luftfahrtindustrie sowie die Baubranche in Kontinentaleuropa sichern weiterhin einen Absatzanstieg.

Gute Versorgung gegeben

Die Lagerbestände von Primäraluminium an der LME gingen seitwärts: Diese betragen nun 1,22 Millionen Tonnen. An der SHFE liegen die Bestände nach dem Chinesischen Neujahr bei rund 747.000 Tonnen. In den Lagern der Comex dagegen befinden sich nur 6.800 Tonnen.  Damit ist eine gute Versorgung gegeben. Die LME-Bestände an Recyclinglegierungen machen lediglich 8.800 Tonnen aus. Die Vorräte entsprechen unverändert dem Gesamtverbrauch (Primär- und Recyclingaluminium) von gut neun Tagen. Der Aufbau weiterer Kapazitäten für Recyclingaluminium sichert die langfristige Versorgung. Im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2019 dürfte sich der Lagerabbau bei Primäraluminium weiter fortsetzen. Die US-Zölle auf Aluminiumeinfuhren haben das dortige Inlandspreisniveau erhöht, zumal einige Verarbeiter Windfall Profits eingefahren haben.

Nach der hohen Volatilität der Primäraluminiumpreise im bisherigen Jahresverlauf 2019 bewirkte die endgültige Aufhebung der US-Sanktionen gegenüber dem russischen Produzenten Rusal eine Entspannung. Für 2019 zeichnet sich infolge einer stabilen physischen Nachfrage ein Angebotsdefizit ab, denn trotz verhaltener Automobilkonjunktur zieht der Aluminiumeinsatz im Pkw an. Die investive Nachfrage reduzierte sich kräftig: Die Zahl der Handelskontrakte sank im Verlauf des Februar um 30 Prozent. Bis Mitte 2019 erwartet IKB weiter eine Preisbewegung für Primäraluminium um die Marke von 2.100 US-Dollar je Tonne in einem Band von +300 US-Dollar je Tonne. Die Notierung von Recyclingaluminium an der LME dürfte sich dagegen um rund 500 US-Dollar je Tonne unter diesen Werten bewegen. Zum Jahresende 2019 werden höhere Notierungen gesehen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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