Im Mai 2026 zeigte der Schrottmarkt einen Aufwärtstrend von 2,5 Prozent bei Stahlaltschrott und 2,3 Prozent bei Stahlneuschrott. Die Stahlschrottpreise stiegen im Mai 2026 vor allem aufgrund einer starken Nachfrage der Stahlwerke im In- und Ausland sowie durch Exportimpulse aus der Türkei.
Unterstützend wirkten regulatorische Effekte wie CBAM und Importbeschränkungen, die die Nachfrage nach EU-Stahl erhöhten. Gleichzeitig war das Angebot begrenzt und schwankend. Logistische Engpässe und steigende Transportkosten schränkten die Verfügbarkeit zusätzlich ein.
Das berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information. Der Markt bleibt insgesamt stabil, ist aber schwer vorhersehbar. Kurzfristig wird mit anhaltender Nachfrage bis zu den Sommerferien und anschließend mit einer saisonalen Abschwächung gerechnet. Entsprechend rechnet die IKB für das dritte Quartal zunächst mit einer Seitwärtsbewegung der Preise, gefolgt von einem leichten Preisrückgang.
Im Mai 2026 entwickelten sich die Stahlpreise gegensätzlich: Während der Preis für Warmbreitband um 2,0 Prozent und der für verzinkte Bleche um 0,7 Prozent zurückging, stieg er für Walzdraht um 3,7 Prozent. Die Eisenerzpreise stiegen im Mai von rund 102 auf etwa 103 US-Dollar pro Tonne. Die Preise blieben trotz höherer Lagerbestände weitgehend stabil, da die Nachfrage innerhalb und außerhalb Chinas robust blieb. Der Preis für Kokskohle lag im Mai bei rund 238 US-Dollar pro Tonne und damit 2,8 Prozent über dem Wert des Vormonats. Dies ist der höchste Wert seit Ende Februar. Die Preissteigerung war auf ein knappes Angebot bei gleichzeitig stabiler Stahlnachfrage zurückzuführen, verstärkt durch Kosten- und Logistikeffekte.
Für das dritte Quartal 2026 geht die IKB aufgrund einer saisonalen Nachfragedelle sowie einer schwachen Endnachfrage in China von stabilen bis leicht fallenden Stahlpreisen aus.
Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG





