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Circular Valley sucht die nächsten Circular-Economy-Innovatoren

Die Bewerbungsphase ist gestartet: Innovative Unternehmen können sich bis zum 19. Juli bewerben. Gesucht werden Lösungen von Kunststoffrecycling über Textilien bis zu KI-gestützter Kreislaufwirtschaft.

Rohstoffe werden knapper, regulatorische Anforderungen steigen und Unternehmen suchen nach resilienteren Lieferketten. Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zunehmend von einer Umweltinitiative zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für die Industrie.

Darum geht es auch für die elfte Runde des Circular Economy Accelerators von Circular Valley – dem weltweit einzigen Präsenz-Accelerator-Programm für Kreislaufwirtschaft. Ab sofort können sich Startups aus aller Welt wieder für das Programm bewerben, das seit 2021 mehr als 178 Startups dabei geholfen hat, zusammen über 350 Millionen Euro einzuwerben. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 19. Juli 2026.

Gesucht werden junge Unternehmen, die mit innovativen Technologien, Geschäftsmodellen und digitalen Lösungen dazu beitragen, Ressourcen im Kreislauf zu halten, kritische Rohstoffe zurückzugewinnen und industrielle Prozesse nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten.

Die Jury des Circular Economy Accelerators hat für die neue Förderrunde sieben Schwerpunktthemen definiert:

Kunststoffe: Kreislaufwirtschaftslösungen für Kunststoffe in langlebigen Produkten und Verpackungen, höhere Rezyklatquoten und verbesserte Materialqualitäten bis hin zu lebensmittelgeeigneten Anwendungen.
Reverse Logistics: Wirtschaftlich tragfähige Rücknahme- und Logistiklösungen für die Rückführung von Produkten und Materialien.
Textilien: Innovative Ansätze, um Textilien und Fasermaterialien in offenen oder geschlossenen Kreisläufen zu halten – von Design über Rücknahmesysteme bis zum Recycling.
Circular Design: Produktdesigns für langlebige Güter, die Wiederverwendung, Reparatur, Refurbishment und Remanufacturing ermöglichen.
Rohstoffe: Neue Verfahren zur Rückgewinnung kritischer und strategischer Rohstoffe aus Produktabfällen, Batterien, Elektronik oder industriellen Reststoffen.
Wertschöpfungsketten-Orchestrierung: Zirkuläre Lieferketten und Prozesse, beispielsweise für die Wiederverwendung von Chemikalien oder Industriekomponenten.

Darüber hinaus können sich Startups über die Wildcard auch mit weiteren innovativen Ansätzen für die Kreislaufwirtschaft bewerben – beispielsweise im Bereich Künstliche Intelligenz.

„Die Themen dieser Runde zeigen, wie sich Kreislaufwirtschaft verändert: Es geht längst nicht mehr nur um Abfallvermeidung, sondern um Rohstoffsicherung, industrielle Resilienz und skalierbare Geschäftsmodelle“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. „Genau dafür brauchen wir die Innovationskraft junger Unternehmen. Mit unserem Accelerator bringen wir internationale Startups mit Unternehmen, Wissenschaft und Investoren zusammen, damit aus innovativen Ideen konkrete Lösungen für die industrielle Transformation werden.“

Die Startups kommen im Herbst in die Rhein-Ruhr-Region

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 19. Juli 2026. Anschließend werden ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber zu Interviews eingeladen. Die Jury aus Mitgliedern des Circular Valley Netzwerks entscheidet dann, welche Startups an der elften Förderrunde teilnehmen werden.

Die ausgewählten Unternehmen kommen im Herbst in die Rhein-Ruhr-Region und profitieren dort von der Expertise und den Kontakten des Circular Valley Netzwerks. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten sie an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, erhalten Einblicke in industrielle Praxis und bereiten sich auf Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren vor.

Ein Höhepunkt des Programms ist der Demo Day im Rahmen des Circular Valley Forums am 13. November 2026. Dort präsentieren die Startups ihre Lösungen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Politik und der Investorenszene und knüpfen wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung.

Alumni haben insgesamt schon mehr als 350 Millionen Euro Finanzierung für sich eingeworben

Mit der elften Runde wird der Circular Economy Accelerator die 200er-Marke knacken: Mehr als 200 Startups aus aller Welt werden dann am weltweit einzigen Präsenz-Accelerator-Programm für Kreislaufwirtschaft teilgenommen haben. Seit dem Start im Jahr 2021 haben die Alumni des Programms zusammen mehr als 350 Millionen Euro an Startup-Finanzierung eingeworben – ein Beleg dafür, dass die Lösungen, die hier entwickelt werden, am Markt und bei Investoren auf echtes Interesse stoßen.

Zahlreiche Kooperationen zwischen jungen Unternehmen, Industriepartnern und Forschungseinrichtungen sind daraus hervorgegangen und tragen dazu bei, die Kreislaufwirtschaft in die Praxis zu bringen.

Weitere Informationen zur Bewerbung gibt es unter: circular-valley.org

Quelle: Circular Valley Stiftung

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