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Medikamentenspuren wirksam aus Abwasser entfernen

EnviroChemie entwickelt für pharmazeutische Unternehmen nachhaltige und effiziente Lösungen zur Abwasserbehandlung. Die Verfahren lassen sich flexibel anpassen, wenn sich Abwasserbestandteile ändern und haben den Angaben zufolge einen möglichst geringen CO2-Footprint.

Neue Medikamente, neue Anwendungen: Abwässer aus der Pharmaindustrie zu behandeln, wird immer anspruchsvoller. EnviroChemie bietet neben der sorgfältigen Analytik eine Reihe von Verfahren an, um bedenkliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Antibiotika oder Hormone, zuverlässig aus dem Abwasser zu entfernen. Die Medikamentenwirkstoffe, API (active pharmaceutical ingredients), sind in der Regel schwer biologisch abbaubar. Ohne Vorbehandlung dürfen die Abwässer deswegen nicht in Kläranlagen eingeleitet werden.

Um Abwasser aus der pharmazeutischen Produktion vorzubehandeln, kommen unterschiedliche Verfahren, auch in Kombination, in Betracht. Eine Verbrennung dieser Abwässer* verursacht einen hohen Energieaufwand und CO2-Ausstoß. Hinzu kommen Lkw-Transporte, die den CO2-Footprint zusätzlich vergrößern. Auch physikalische Verfahren sind teuer. Rückstände im Abwasser werden mittels Membrantechnik herausgefiltert oder von Aktivkohle absorbiert. Anschließend müssen die Reststoffe entsorgt werden. Je nach Art des Abwassers können sich diese Verfahren dennoch eignen, wenn man sie mit anderen Technologien kombiniert.

Für jede Anwendung das passende Verfahren

Gängiger sind heute AOP-Verfahren. Also erweiterte Oxidationsprozesse (Advanced Oxidation Processes), bei denen API oder andere schwer abbaubare Stoffe in kleinere organische Bruchstücke zerlegt werden, sodass das Abwasser anschließend biologisch weiterbehandelt werden kann. Die Auswahl des passenden AOP-Verfahrens hängt von der Art des Abwassers und seinen Bestandteilen ab. In eigenen Laboren und Pilotanlagen testet EnviroChemie die unterschiedlichen Verfahren für verschiedene Pharmaka und entwickelt für jede Anwendung das individuelle Behandlungsverfahren.

Zuverlässige Entfernung von Medikamentenspuren mittels Ozon mit einer Roturi-Anlage (Foto: © Envirochemie)

Ein Beispiel dafür ist das Tensid Octoxinol 9 – denn es ist als Lösung in vielen Corona-Schnelltests enthalten und damit ein Beispiel für einen Stoff, der innerhalb kurzer Zeit eine komplett neue Herausforderung an die Abwasserbehandlung stellt. Octixonol 9 darf aufgrund seiner Toxizität auch in geringen Mengen nicht ins Abwasser gelangen. Produzenten sind gefordert, hier ganz neue Lösungen zu entwickeln. EnviroChemie hat für einen Hersteller ein maßgeschneidertes Behandlungsverfahren entwickelt. Dafür wurden in den eigenen Laboren die optimalen Parameter für die Behandlung ermittelt und anschließend getestet. Begleitende Analysen externer Speziallabore haben die Abbauergebnisse bestätigt.

Über EnviroChemie

EnviroChemie plant, baut und betreibt Anlagen zur industriellen Wasser- und Abwasserbehandlung. Dazu zählen energie- und ressourceneffiziente Lösungen für das Wasserrecycling, die Behandlung von Prozesswasser, Kühlwasser, Abwasser und die Wertstoffrückgewinnung. Für den Anlagenbetrieb bietet das Unternehmen umfangreiche Servicedienstleistungen, Betreibermodelle bis hin zum Contracting und Wasserchemikalien.

Im eigenen verfahrenstechnischen Labor und Technikum entwickelt EnviroChemie die Technologien und Wasserchemikalien für die chemisch-physikalische, biologische und membrantechnische Wasser- und Abwasserbehandlung weiter. Regelmäßig ist das Unternehmen Partner in nationalen und internationalen Forschungsprojekten zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien. Es liefert Wassertechnik „Made in Germany“ in die ganze Welt und unterstützt die Kunden beim verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. EnviroChemie ist Teil der EnviroWater Group, einem Firmen-Netzwerk mit Spezialisten für die Lösung unterschiedlichster Anforderungen an eine nachhaltige Wasserbehandlung.

Quelle: Envirochemie

*Bei der Abwasserverbrennung wird das Abwasser mit seinen Inhaltsstoffen durch Verdampfen möglichst in die Gasphase überführt, mit Luft gemischt und auf 800 °C bis 1200 °C erhitzt. Die organischen Substanzen werden dabei vollständig zu Kohlendioxid und Wasser oxidiert. Als Rückstände bleiben unverbrennbare anorganische Verbindungen. Das Verfahren gilt als sehr energieaufwendig (Quelle: wasser-wissen.de).
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