„Grüner“ Wasserstoff – verwandelt Abfall in saubere Energie

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Das Team von Green Hydrogen Technology, von links: Dipl.-Ing. Alfred Edlinger (Chief Technical Officer), Dipl.-Kfm. Jean Wiech (Chief Financial Officer), der leitende Ingenieur Daniel Buchholz, Verfahrensingenieurin Nadja Romdhane, Benedict Barth (Managing Director), 2nd Project Manager Wolfgang Baumann und Harald Mayer (CEO) (Foto: Green Hydrogen Technology GmbH)

Das 2020 gegründete Unternehmen Green Hydrogen Technology hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, um aus Abfallstoffen wie Klärschlamm und Altkunststoffen „grünen“ Wasserstoff herzustellen.

Nach Abschluss der Entwicklungsphase erprobt Green Hydrogen Technology die Technologie jetzt in der Praxis: Im November beginnt der Bau der entsprechenden Versuchsanlage. Ende 2022 soll der Versuchsbetrieb abgeschlossen sein. Als „grün“ wird Wasserstoff bezeichnet, der ohne Einsatz fossiler Energieträger klimaneutral gewonnen wird. Ziel der Unternehmensgründer ist es, das Herstellungsverfahren nach der jetzt anstehenden Erprobungsphase an Kommunen und Industriebetriebe zu vermarkten.

Entwicklungsphase abgeschlossen, Baustart einer Versuchsanlage im November

Das Verfahren umfasst zwei Stufen: In Stufe 1 des Prozesses werden Ausgangsstoffe, zum Beispiel Klärschlamm, in Heißgas umgewandelt. In Stufe 2 wird aus diesem Gas und Plastikmüll gasförmiger Wasserstoff gewonnen. Stufe 2 kann auch eigenständig betrieben werden und an bestehende Biogasanlagen angedockt werden. Diese Stufe 2 wird jetzt in der Praxis erprobt: Nächster Schritt auf dem Weg zur Serienreife ist der Bau der Versuchsanlage im österreichischen Leoben. Das Gießen der Beton-Bodenplatte im November markiert den Baubeginn, im Mai 2022 sollen Bau- und Einrichtung der zwölf Meter hohen Anlage mit einer Gesamtfläche von etwa 150 Quadratmetern abgeschlossen sein. Im Juni 2022 soll die Versuchsanlage erstmals Wasserstoff aus Plastikabfall erzeugen. Errichtet wird die Anlage durch Spezialisten der Firma R&R Beth aus dem thüringischen Bad Lobenstein.

Sobald der TÜV die Zusammensetzung des gewonnenen Wasserstoffs zertifiziert haben wird, wird Green Hydrogen Technology in die Vermarktung von Stufe-2-Anlagen gehen und insbesondere Kommunen und Industrie ansprechen. Parallel wird dann auch die Praxis-Erprobung der Stufe 1 vorangetrieben. „Unsere Technologie ist nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern lohnt sich auch für die Betreiber, denn der Bedarf an sauberem Wasserstoff wird in den nächsten Jahren massiv ansteigen“, erklärt Jean Wiech, CFO von Green Hydrogen Technology. „Besonders interessant ist die Technologie für Kunden, die bereits eine Biogasanlage betreiben oder Zugang zu Biogas haben. Sie benötigen nur die Stufe 2 unserer Anlage. Statt des Heißgases aus Klärschlamm wird dann das Biogas als Ausgangsstoff verwendet.“

Die bisherigen Entwicklungskosten für das Verfahren liegen bei rund drei Millionen Euro, die durch das Unternehmen selbst privat finanziert wurden. Das Geschäftsmodell von Green Hydrogen Technology sieht vor, dass das Unternehmen entweder Co-Betreiber der Anlagen wird oder Lizenzen zur Nutzung der patentierten Technologie an Firmen oder Gemeinden als alleinige Betreiber vergibt.

Neuaufstellung des Unternehmens als Aktiengesellschaft

Mit dem Abschluss der technischen Entwicklung stellt das junge Unternehmen zugleich die Weichen für das weitere Wachstum: Zum 1. Januar 2022 wird aus der Green Hydrogen Technology GmbH die Green Hydrogen Technology AG. „Indem wir unser Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln, gehen wir den nächsten Schritt bei der konsequenten Weiterentwicklung von Green Hydrogen Technology. So senden wir ein starkes Signal in Richtung künftiger Kapitalgeber und schaffen optimale Voraussetzungen für spätere Kooperationen, bevor wir mit der Vermarktung unserer Anlagen beginnen“, erklärt CEO Harald Mayer.

Quelle: Green Hydrogen Technology GmbH (Pressekontakt: Corecoms Consulting GmbH & Co. KG)