Teilplan „Sonderabfallwirtschaft“ des Landes Rheinland-Pfalz vorgelegt

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Fässer für Problemabfälle/Sonderabfälle (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Das Klimaschutzministerium hat den neuen Sonderabfallwirtschaftsplan als Teilplan des Abfallwirtschaftsplans Rheinland-Pfalz dem Ministerrat vorgelegt. Dieser prognostiziert das Sonderabfallaufkommen in Rheinland-Pfalz bis 2035.

„Die Fortschreibung des Abfallwirtschaftsplans setzt auf Klimaschutz und Ressourceneffizienz: Wir müssen Abfälle so verwerten, dass wir sie zur Schonung unserer Ressourcen und Umwelt weiternutzen können“, erklärte Klimaschutzministerin Anne Spiegel anlässlich der Veröffentlichung. Somit stehen auch für die gefährlichen Abfälle Maßnahmen zur Abfallvermeidung und Verwertung im Fokus. Die SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH bietet den Entsorgungsunternehmen und Kommunen gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt gezielt Seminare und Workshops an, um sie bei der Abfallvermeidung und schadlosen Entsorgung von Sonderabfällen zu unterstützen.

Als Sonderabfälle gelten zum Beispiel kontaminierte Bauabfälle oder auch sogenannte „Problemabfälle“ wie Lacke, Lösemittel und andere Chemikalien aus privaten Haushalten. Fielen 2018 noch mehr als 1,6 Millionen Tonnen an Sonderabfällen an, soll sich das Aufkommen unter anderem durch Effizienzmaßnahmen bis 2035 auf 1,2 Millionen Tonnen reduzieren.

Hintergrund:

Der Sonderabfallwirtschaftsplan ist ein Teilplan des Abfallwirtschaftsplans Rheinland-Pfalz, der alle sechs Jahre fortgeschrieben wird. Er dient der Darstellung der gegenwärtigen sowie der Planung der künftigen abfallwirtschaftlichen Situation im Land. In Rheinland-Pfalz sind die Entsorgungswege für gefährliche Abfälle privatwirtschaftlich organisiert und werden durch die SAM überwacht.

Der Abfallwirtschaftsplan Rheinland-Pfalz Teilplan Sonderabfallwirtschaft 2021 ist online abrufbar.

Quelle: Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz