Kompetenzen für nachhaltigen Konsum stärken – Jeder Einzelne ist gefragt

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Bild: Pixabay

Zukunftsimpuls „Transformation zur Nachhaltigkeit – Warum wir eine Literacy für nachhaltigen Konsum brauchen“ (Nr. 16) erschienen.

Das Fortschreiten des Klimawandels und die Schädigung der Ökosysteme machen deutlich, dass die seit Jahrzehnten international geforderte nachhaltige Entwicklung zu den wichtigsten Herausforderungen gehört. Kleine Reformen bei der Umsetzung einer globalen gesellschaftlichen Transformation reichen allerdings nicht aus. Um die von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 festgeschriebenen Nachhaltigkeitsziele – den sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) – zu erreichen, sind alle relevanten Akteurinnen und Akteure, die Politik, die Wirtschaft sowie jede und jeder Einzelne gefragt.

Eine nachhaltige Entwicklung, die zugleich Umweltschonung, stabile wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie soziale Gerechtigkeit berücksichtigt, beruht damit auf der Kompetenz oder auch der „Literacy“ der Einzelnen, für sich und im Kollektiv nachhaltiges Handeln auszuüben und im gegenseitigen Miteinander fördern zu können. Doch welche Fähigkeiten sind notwendig, um nachhaltig Handeln zu können? Welche Fähigkeiten brauchen insbesondere Konsumentinnen und Konsumenten, um ihre Produktions- und Konsummuster nachhaltiger (mit-)gestalten zu können?

Diesen Fragen widmet sich der neue Zukunftsimpuls „Transformation zur Nachhaltigkeit – Warum wir eine Literacy für nachhaltigen Konsum brauchen“. Das Autorenteam entwickelt darauf basierend eine „Literacy für nachhaltigen Konsum“. Diese erscheint aus Sicht des Autorenteams insbesondere deswegen notwendig, da das damit verbundene SDG 12 „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“ eine Schlüsselrolle innerhalb des komplexen Zielgeflechts der Nachhaltigkeitsziele einnimmt.

Die Literacy für nachhaltigen Konsum dient als theoretische und konzeptionelle Grundlage für weitere Forschung und Anwendungen. Entsprechend kann das Monitoring der Literacy für nachhaltigen Konsum potenziell auch zur bis dato fehlenden Indikatorik der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie für das SDG 12.8 (Informationen bereitstellen und Bewusstsein schaffen) – und damit verbunden SDG 4.7 (Bildung für nachhaltige Entwicklung) – beitragen.

Dafür beschreiben die Autorinnen eine Reihe von nachhaltigen Kompetenzen, die helfen sich in der Nachhaltigkeitsthematik zurechtzufinden und Konsumentscheidungen zu treffen und mitzugestalten. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge zwischen eigenem Konsum und dessen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft nicht nur erfassen, verstehen und bewerten, sondern auch die gewonnenen Erkenntnisse in Handlungsentscheidungen miteinbeziehen. Es ermöglicht außerdem, notwendige Praktiken zu identifizieren und bewertet die Konsumkompetenzen übergreifend auf den gesamten Lebensstil als auch auf einzelne Konsumfelder bezogen.

Der Zukunftsimpuls Nr. 16 „Transformation zur Nachhaltigkeit – Warum wir eine Literacy für nachhaltigen Konsum brauchen“ ist unter diesem Link kostenfrei verfügbar.

Quelle: Wuppertal Institut

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