Wie viele Ressourcen durch IT-Refurbishment eingespart werden können

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Foto: AfB gGmbH

Neue Ökobilanz-Studie von AfB gGmbH  und myclimate ermöglicht umfassende Wirkungsmessung.

Wie viele Ressourcen können eingespart werden, wenn man IT-Geräte wie Notebooks, Smartphones, PCs usw. durch professionelles Refurbishment länger nutzbar macht? Die neue Ökobilanzstudie (2021) der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation myclimate ermöglicht dem IT-Refurbisher AfB social & green IT eine noch detailliertere Auswertung der sozialen und ökologischen Wirkung durch sein IT-Remarketing-Modell.

Bereits seit 2013 kann AfB die Einsparung von Treibhausgasen (CO2-äqu.), Rohstoffen (Eisen-äqu.) und Energieverbrauch durch IT-Aufarbeitung transparent  ausweisen. „Die neue Studie ermöglicht nun eine weitaus umfassendere Wirkungsmessung, die sowohl mehr Indikatoren, zum Beispiel den reduzierten Wasserverbrauch und die Verminderung der Toxizität, als auch zusätzliche Produkte wie Smartphones, Server, Drucker und Tablets in die Berechnung mit einfließen lässt“, erklärt AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle. „Transparente Wirkungszahlen werden für unsere Partner, die uns gebrauchte Hardware übergeben, immer wichtiger. Mit dieser neuen Studie ermöglichen wir unseren Partnern, ihr soziales und ökologisches Engagement, welches durch Zahlen und Fakten validiert ist, eindrucksvoll zu kommunizieren.“

Stefan Baumeister, Geschäftsführer der myclimate Deutschland gGmbH, unterstreicht die Bedeutung, aber auch die Komplexität der Studie: „Die Auswahl an vorhandenen Ökobilanzdaten im Elektronikbereich ist leider immer noch sehr eingeschränkt. Diese Studie benötigte daher die Mitwirkung und Expertise des ganzen myclimate-Teams sowie den intensiven Austausch mit AfB zu jedem Projektschritt. Denn nur durch die Transparenz vieler verschiedener Umweltfaktoren lässt sich aussagekräftig messen, warum, wie und mit welchem Impact sich eine längere Nutzungsdauer von IT-Geräten lohnt.“

Refurbishment reduziert CO2-Ausstoß, Energie-, Rohstoff- und Wasserverbrauch sowie Human- und Wassertoxizität

Im Jahr 2020 hat AfB 472.000 gebrauchte IT-Geräte von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern bearbeitet und konnte den Angaben nach 68 Prozent davon wiedervermarkten und sie so einem erneuten Nutzungszyklus zuführen. Im Vergleich zur Neuproduktion hat der IT-Refurbisher gemeinsam mit seinen Partnern (z. B. Siemens, Otto, REWE) damit den Verbrauch von mehr als 300 Millionen Litern Wasser, 170.400 MWh Energie, 24.700 Tonnen Rohstoffen und den Ausstoß von 43.200 Tonnen CO2 eingespart. Treibhausgasemissionen tragen nachweislich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Indikator dafür ist das Global Warming Potential (GWP). Um eine Tonne CO2 aufzunehmen, muss eine Buche circa 80 Jahre lang wachsen.

Auch die Verringerung von Schäden an der menschlichen Gesundheit kann das IT-Unternehmen AfB erstmals belegen mit dem Wert von 231.300 Tonnen 1,4-DB-äqu. Was bedeutet dieser Wert konkret? Der Mensch ist tagtäglich einer Vielzahl von Umweltschadstoffen ausgesetzt. Humantoxizität misst die Auswirkungen auf bzw. Schäden an der menschlichen Gesundheit. Diese Schäden können durch Stoffe (z. B. Stickstoffoxide) ausgelöst werden, die in Luft, Boden und Wasser gelangen. Die Ausweisung erfolgt in 1,4-Dichlorbenzoläquivalente (t 1,4-DB- äqu.) Zum Beispiel führt bei einem Smartphone die Verlängerung der Nutzungsdauer von drei auf 4,5 Jahre zu einer Reduzierung von 45 Prozent, da für diesen Zeitraum kein neues Gerät hergestellt werden musste.

Erfolgreiches Wachstum: 225 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen

Über diese positive Umweltbilanz hinaus, sichert das Refurbishing bei AfB auch 225 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung: Denn AfB steht für „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ und ist ein Inklusionsunternehmen. Rund 45 Prozent der mehr als 500 Mitarbeitenden sind schwerbehindert. Im vergangenen Jahr hat das gemeinnützige IT- Unternehmen 60 neue Arbeitsplätze geschaffen, 26 davon für Menschen mit Behinderung.

Quelle: AfB gGmbH

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