Partner der Kreislaufwirtschaft – Start-ups und etablierte Organisationen

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Bild: Pixabay

Immer mehr Schweizer Unternehmen verstärken ihre Anstrengungen für mehr Nachhaltigkeit und suchen dabei die Unterstützung internationaler Start-up-Unternehmen.

Kickstart Innovation, eine der führenden europäischen Innovations-Plattformen, gab in der jüngst abgeschlossenen Runde „12 Proofs of Concepts (PoCs)“ und andere Partnerschaften zwischen Start-ups, Scale-ups sowie etablierten Unternehmen und Organisationen bekannt, bei denen innovative Lösungen zu Themenfeldern wie Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung im Mittelpunkt stehen.

Seit 2015 hat Kickstart insgesamt über 170 solcher Kooperationen in den Anwendungsbereichen Circular Economy, EdTech & New Work, FinTech & InsurTech, Food & RetailTec, HealthTech, Smart City & Technology und anderen ins Leben gerufen. „Wir spüren in vielen Bereichen ein gestiegenes Interesse von Unternehmen, mit innovativen Ideen nachhaltiger zu werden. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Start-ups, deren Innovationskraft auf nachhaltige Veränderungen ausgerichtet ist. Hierunter zählen wir Ideen zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft, wie etwa ein effektiverer Einsatz von Ressourcen und Recycling als auch Vorschläge zur Dekarbonisierung“, erklärt Katka Letzing, Mitbegründerin und CEO von Kickstart Innovation.

„Mehr denn je ist es jetzt an der Zeit, zu einer integrativen und widerstandsfähigen Wirtschaft überzugehen“

Dieses Jahr lancierte Kickstart zusammen mit dem Impact Hub Schweiz die Initiative Kreislaufwirtschaft, um Start-ups zu unterstützen, die mit Organisationen in der Schweiz und darüber hinaus zusammenarbeiten und Kreislaufmodelle und -praktiken umsetzen. „Auf Technologien basierende Innovationen können den Übergang zur Kreislaufwirtschaft in der Schweiz erheblich beschleunigen. Angesichts der noch verbleibenden zehn Jahre bis zum Erreichen der SDGs und mit Covid-19 hat sich deutlich gezeigt, dass unsere Wirtschaft sehr anfällig für systemische Krisen ist. Mehr denn je ist es jetzt an der Zeit, zu einer integrativen und widerstandsfähigen Wirtschaft überzugehen, die Kreislaufwirtschaftsmodelle erfordert, die eine intelligente Ressourcennutzung unterstützen“, teilt Amanda Byrde, Co-Präsidentin des Impact Hub Schweiz und Co-Präsidentin des Impact Hub Lausanne und Genf, mit.

In den letzten zehn Wochen sind namhafte Schweizer Unternehmen und Institutionen wie AXA, Coop, Migros, Swisscom, die Mobiliar, PostFinance, Holcim Switzerland, Energie 360°, Credit Suisse, Nespresso, MAVA Foundation, EPFL, Kanton Waadt und andere Organisationen, nachhaltig ausgerichtete Partnerschaften mit Scale-ups aus mehr als elf Ländern eingegangen.

Erstmals konnte dafür der Kanton Waadt als Kooperationspartner gewonnen werden. „Wie viele andere Länder wird die Schweiz beim Energieverbrauch und bei der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen vor großen Herausforderungen stehen. Ein Teil der Gesamtlösung hängt von den individuellen Gewohnheiten, dem Verhalten und der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren im öffentlichen und privaten Sektor ab. Aber der technologische Fortschritt ist auch einer der Schlüssel zur Effizienz“, sagt Philippe Leuba, Leiter des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation und Sport des Kantons Waadt.

Holcim (Schweiz) AG ist einer der führenden Baustofflieferanten in der Schweiz. Dank Kickstart konnte Holcim drei Partnerschaften mit den Start-up-Unternehmen Mobbot, Neustark und HeatNeutral eingehen: „Die Bauwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Als einer der größten Schweizer Hersteller von Beton, Zuschlagstoffen und Zement ist es für uns deshalb besonders wichtig, beim nachhaltigen Bauen eine führende Rolle zu übernehmen. Bei der Herstellung und Lieferung unserer Produkte liegt unser Fokus auf der Schließung von Stoffkreisläufen und der kontinuierlichen Reduktion der Emissionen CO₂ entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Simon Kronenberg, CEO von Holcim Schweiz.

Auch Nespresso-CEO Guillaume Le Cunff kündigte eine ehrgeizige Verpflichtung an, bis 2022 weltweit vollständig klimaneutral zu werden.

Quelle: Kickstart

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