BMEL sucht Vorhaben zur verstärkten Wirtschaftsdüngernutzung

708
Biogas-Anlage (Foto: Jan Nijman /Pixabay)

Jetzt noch bis zum 30. November Projektideen einreichen.

Am 18. Mai 2020 wurde der Förderaufruf „Energetische und emissionsmindernde Nutzung von Wirtschaftsdüngern“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlicht. Mit dem Aufruf beabsichtigt das BMEL, die Entwicklung von praxisorientierten Konzepten und Technologien zu fördern, die zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen aus Wirtschaftsdüngern durch Biogaserzeugung und andere energetische Nutzungspfade beitragen.

Die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern und landwirtschaftlichen Reststoffen in Biogasanlagen ist eine wichtige Maßnahme des Klimaschutzprogramms für den Sektor Land- und Forstwirtschaft. Die Vergärung von Wirtschaftsdüngern reduziert Methanemissionen aus der Tierhaltung und trägt durch die Erzeugung von erneuerbarer Energie zur Substitution von fossilen Energieträgern bei. Bislang wird allerdings nur etwa ein Drittel des technisch nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen verwertet. Mit der Klimaschutzmaßnahme soll dieser Anteil deutlich erhöht werden.

Daher fokussiert dieser Förderaufruf die Erhöhung des Anteils an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen und damit die Verringerung von Methanemissionen. Unterstützt werden sollen innovative und praxistaugliche Vorhaben zur Entwicklung und Weiterentwicklung von wirtschaftlichen Anlagenkonzepten und zur Aktivierung des nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern. FuE-Vorhaben, die alternative Behandlungen und Verwertungen der entstehenden Lagergase vorsehen, sind in diesen Förderaufruf eingeschlossen, ebenso wie Vorhaben mit einem anteiligen Einsatz von Reststoffen.

Projektvorschläge können noch bis zum 30. November 2020 bei der FNR eingereicht werden.

Der Förderaufruf „Energetische und emissionsmindernde Nutzung von Wirtschaftsdüngern“ steht hier zur Verfügung.

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

Anzeige