Bundestagsabgeordnete und DUH sammeln gemeinsam Handys für die Umwelt

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Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

Abgeordnete der Bundestagsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE haben gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eine Sammelaktion für alte Handys gestartet. Die Aktion macht darauf aufmerksam, dass Handys, Smartphones und Tablets möglichst lange genutzt, wiederverwendet oder umweltfreundlich recycelt werden sollten.

Allein in Deutschland schlummern 124 Millionen Althandys ungenutzt in den Schubladen. Wenn es durch eine Aufbereitung gelingt, all diese Handys erneut zu verwenden, so ließen sich bis zu 7 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Bis Ende Februar 2020 können Verbraucher ihre Altgeräte in mehr als 30 Regional- und Wahlkreisbüros von Bundestagsabgeordneten abgeben.

„Handys sind zu einem Symbol unserer Wegwerfgesellschaft geworden. Jedes Jahr wandern etwa 22 Millionen neue Geräte über die Ladentheke. Meist werden die Handys nur zwei bis drei Jahre genutzt. Dabei gehen mit deren Herstellung ein enormer Ressourcenverbrauch und hohe CO2-Emissionen einher. Umso wichtiger ist es, dass Handys möglichst lange verwendet werden. Wir freuen uns, dass sich viele Bundestagsabgeordnete an der Sammelaktion beteiligen und damit ein Zeichen für den Umwelt- und Ressourcenschutz setzen. Bereits ein Smartphone, das aus der Schublade geholt und erneut verwendet wird, spart 14 Kilogramm Ressourcen und 58 Kilogramm Treibhausgasemissionen ein“, erklärt die Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, Barbara Metz.

Bereits seit 2003 setzt sich die DUH mit ihrer Sammelinitiative für den bewussten und umweltfreundlichen Umgang mit Mobiltelefonen ein. So konnten die DUH und ihre Partner bis heute über drei Millionen ausgediente Handys sammeln. Bei jedem gespendeten Gerät wird geprüft, ob es sich noch reparieren und für eine weitere Nutzung aufbereiten lässt. Persönliche Daten werden dabei professionell und vollständig gelöscht. Sind Geräte nicht für eine Wiederverwendung geeignet, werden enthaltene Rohstoffe durch einen zertifizierten Recycler zurückgewonnen und Schadstoffe umweltgerecht behandelt. Mit den Erlösen der Handysammlung werden Umweltschutzprojekte in Deutschland unterstützt.

Weitere Mitglieder des Bundestages, Behörden und Verbraucher können sich der Sammelaktion anschließen und zur Spende ausgedienter Mobiltelefone aufrufen. Über die Webseite HandysfuerdieUmwelt.de können Verbraucher und Unternehmen alte Handys auch direkt für eine Wiederverwendung oder ein umweltgerechtes Recycling spenden.

Damit Handys länger genutzt werden, setzt sich die DUH für die Festlegung verbindlicher Ökodesign-Standards und ein Recht auf Reparatur ein. So sollten Hersteller Akku und Display einfach austauschbar und Ersatzteile sowie Software-Updates für mindestens sieben Jahre nach Produktionsende verfügbar machen. Zudem kann ein Pfandsystem die umweltgerechte Sammlung alter Handys und anderer batteriebetriebener Elektrogeräte deutlich verbessern. Aktuell wird mehr als die Hälfte der jährlich in Deutschland anfallenden 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott illegal entsorgt oder exportiert.

Folgende Mitglieder des deutschen Bundestages sammeln in ihren Wahlkreis- und Regionalbüros alte Handys für einen guten Zweck:

  • Ralph Lenkert – Apolda, Jena, Sömmerda
  • Charlotte Schneidewind-Hartnagel – Bad Mergentheim, Mosbach
  • Klaus Mindrup – Berlin
  • Stefan Gelbhaar – Berlin
  • Dr. Kirsten Kappert-Gonther – Bremen
  • Ingrid Nestle – Elmshorn
  • Katrin Göring-Eckardt – Erfurt
  • Kai Gehring – Essen
  • Carsten Träger – Fürth
  • Dr. Nina Scheer – Geesthacht
  • Dr. Irene Mihalic – Gelsenkirchen
  • Michael Thews – Hamm, Lünen
  • Margit Stumpp – Heidenheim an der Brenz
  • Ottmar von Holtz – Hildesheim
  • Sylvia Kotting-Uhl – Karlsruhe
  • Bettina Hoffmann – Kassel
  • Steffi Lemke – Magdeburg
  • Tabea Rößner – Mainz
  • Dr. Konstantin von Notz – Mölln
  • Maria Klein-Schmeink – Münster
  • Filiz Polat – Osnabrück
  • Stefan Schmidt – Regensburg
  • Katja Keul – Stadthagen
  • Stephan Kühn – Dresden, Görlitz, Chemnitz

Links:

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e. V.

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