Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff im Alter von 92 Jahren verstorben

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Bild: Pixabay

In tiefer Trauer, aber auch mit großer Dankbarkeit nehmen seine Familie und die Mitarbeitenden der Kirchhoff Unternehmensgruppe Abschied.

Dr. Jochen F. Kirchhoff war eine Ausnahmeerscheinung. Sein Leben war geprägt von Schaffenskraft, Zielstrebigkeit, Sportsgeist, der Liebe zur Musik, der Verbundenheit zu den Menschen und besonders der Liebe zu seiner Familie. Er war nicht nur ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer, sondern auch ein vehementer Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft. Er handelte stets nach der Überzeugung, dass Unternehmen in ein gesellschaftliches Umfeld eingebunden sind. Daher lag ihm die Belegschaft besonders am Herzen. Mit seiner persönlichen Integrität und klaren Haltung erwarb sich Dr. Kirchhoff Respekt und Ansehen in der Politik sowie Achtung und Anerkennung bei den Gewerkschaften. Viele, die ihm begegneten, fühlten sich ihm freundschaftlich verbunden.

Jochen F. Kirchhoff (Bild: Kirchhoff Gruppe)

Dr. Jochen Friedrich Kirchhoff studierte von 1946 bis 1950 Berg-und Maschinenbau an der Technischen Universität Clausthal, an das er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Köln anschloss. 1953 wurde er an der TU Clausthal zum Dr.-Ing. promoviert. Anschließend ging er zur Deutschen Babcock AG, Oberhausen, deren Vorstand er sechs Jahre angehörte. Er verließ das Unternehmen 1968, um das 1785 gegründete Familienunternehmen Stephan Witte & Comp. in Iserlohn als Inhaber und Geschäftsführer (bis 1992) zu leiten. Von 1993 bis 2006 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Kirchhoff Gruppe, Iserlohn, deren Beirat und Gesellschafterkreis er seit 2007 vorsaß.

Dr. Jochen F. Kirchhoff wurde ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Großen Ehrenzeichen des Österreichischen Verdienstordens und mit dem Orden des Marienland-Kreuzes der Republik Estland. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit war er in leitender Funktion Mitglied in wirtschaftlichen Gremien und Verbänden. Von 1983 bis 2004 wirkte er als Präsident der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalen und von 1983 bis 1997 als Präsident des Verbands der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen, danach als Ehrenpräsident beider Verbände.

Quelle: Kirchhoff Gruppe

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