GTAI: China geht in Shanghai neue Wege der Mülltrennung

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Foto: Reijo Telaranta / Pixabay

China hat den Import von Müll erfolgreich gestoppt. Doch auch so entstehen landesweit riesige Abfallberge. Jetzt soll in Shanghai ein rigoroses Mülltrennungssystem Abhilfe schaffen.

Ganz China blickt derzeit auf Shanghai. Denn in der Metropole am Jangtse erproben die Haushalte seit 1. Juli 2019 eine von oben verordnete Mülltrennungsrevolution. Sind die Ergebnisse vielversprechend, dann dürften die Maßnahmen landesweit zur Anwendung kommen.

Nach dem neuen Regelwerk müssen alle privaten und gewerblichen Abfälle getrennt werden in „wiederverwertbar“ (Glas, Papier, Plastik, Textilien), „Nass-Müll“ (kompostierbare Küchenabfälle), „Gefahr-Abfälle“ (Batterien, Medikamente) und „Trocken-Müll“. Die Strafen für Fehlverhalten variieren zwischen 200 Renminbi Yuan (umgerechnet etwa 30 US-Dollar) für Einzelpersonen und 50.000 RMB für Unternehmen. Für vorbildliches Trennen gibt es Bonuspunkte.

In der Tat tut Abhilfe not. Denn allein in Shanghai müssen täglich rund 28.000 Tonnen Hausmüll entsorgt werden. Doch während unter Shanghaiern Einigkeit darin besteht, dass dringend etwas getan werden müsse, erscheint das derzeitige System an vielen Stellen nachbesserungsfähig.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: GTAI