Überblick zum Thema Phosphorrecycling auf dem DPP-FORUM 2019

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Foto: Fraunhofer IFF

Das DPP-FORUM 2019 unter dem Titel „Phosphor-Rückgewinnung: Wie geht es weiter?!“ bot auch in diesem Jahr für mehr als 130 Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Phosphor die Möglichkeit sich über aktuelle rechtliche, technische und umsetzungsbezogene Neuerungen der Phosphorrückgewinnung zu informieren.

Die Fachvorträge der Veranstaltung boten ein weites thematisches Spektrum. Im ersten Block wurden die TeilnehmerInnen über den Vollzug der Klärschlammverordnung in den Ländern informiert. Außerdem wurde der aktuelle Stand der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Phosphor-Recycling (RePhoR)“ dargestellt sowie die Entwicklungen der Phosphorrückgewinnung in der Schweiz.

Darauf folgten Vorträge zu Möglichkeiten, aber auch Grenzen, der Phosphorabreicherung bzw. des Phosphorrecyclings aus Klärschlamm bzw. Klärschlammasche, die jeweils zu einer angeregten Diskussion mit dem Plenum führten. Herr Prof. Pfeiffer stellte in seinem Vortrag die Potentiale der P-Rückgewinnung aus Nassschlamm und die Vorteile der Bio-P-Elimination dar. Nach der Mittagspause wurden mögliche Konzepte zur Klärschlammentsorgung und Phosphorrückgewinnung von der Hochschule Biberach sowie Ergebnisse bisheriger Aktivitäten in diesem Bereich von dem Abwasserentsorger EGLV vorgestellt.

Im Anschluss stellte das Fraunhofer IWKS den Weg vom Rezyklat hin zu einem langzeitverfügbaren Düngemittel dar, bevor Herr Prof. Goldbach auf die Anwendung und Pflanzenverfügbarkeit von Phosphaten einging. Abschließend gab es einen Ausblick auf weitere Möglichkeiten der Nährstoffrückgewinnung aus Gärresten und anderen Stoffströmen.

Das Schlusswort der Veranstaltung übernahm die neue 1. Vorsitzende der DPP Frau Simone Apitz vom Hessischen Umweltministerium. Am Tag vor dem DPP-FORUM 2019 fand die ordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl des Vereins statt.

Frau Simone Apitz übernimmt den 1. Vorsitz von Herrn Dr. Rainer Schnee von der Chemischen Fabrik Budenheim, welcher das Amt des 1. Vorsitzenden vier Jahre innehatte und in diesem Jahr nicht erneut antrat.

Quelle: Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V.