Terminhinweis: Pressegespräch zu den Klimazielen der Abfallwirtschaft

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Luftbild Deponie „Vereinigte Ville“ (Foto: AVG Köln)

Deutsche Deponiebetreiber übergeben Selbstverpflichtung.

Die Abfallwirtschaft will ihre Klima-Emissionen bis 2030 drastisch senken. Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesumweltministeriums (BMU), wird dazu die freiwillige Selbstverpflichtung des Interessenverbandes deutscher Deponiebetreiber entgegennehmen.

Die Deponiebetreiber verpflichten sich darin bis 2027 zu einer zusätzlichen Klimagasminderung aus Deponien von mindestens einer Million Tonnen CO2 pro Jahr, womit sie die Zielvorgaben des Klimaschutzplans der Bundesregierung für die Abfallwirtschaft umsetzen würden. Der Plan sieht vor, dass die Klimagas-Emissionen aus der Abfallwirtschaft bis 2030 gegenüber 1990 fast vollständig ausgeglichen oder abgestellt werden müssen. Die Details dazu werden vor Ort an der Deponie „Vereinigte Wille“ der Kölner Abfallverwertungsgesellschaft nahe Erftstadt erläutert. Das BMU lädt herzlich ein.

Termin: 3. September 2019, 10:00 Uhr

Mit: Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des BMU, Hartmut Haeming, 1. Vorsitzender des Interessenverbandes deutscher Deponiebetreiber (InwesD) und Geschäftsführer der Abfallverwertungsgesellschaft Köln (AVG)

Ort: Deponie „Vereinigte Wille“, Tonstraße 6, 50374 Erftstadt – bei Anfrage erhalten Sie eine Anfahrtsskizze

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an unter: presse@bmu.bund.de

Informationen zur Deponie „Vereinigte Ville“

Die „Vereinigte Ville“ ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, ab dem Jahr 1900 wurde Kohle gefördert. Ab 1970 wurde der ehemalige Tagebau als Haus- und Sperrmülldeponie der Stadt Köln genutzt. Seit das Deponieren organisch abbaubare Abfälle in Deutschland verboten ist (seit 2005), werden dort nur noch mineralische Abfälle wie Hausmüllverbrennungsaschen, Bodenaushub oder Bauschutt eingelagert.

Deponie „Vereinigte Ville“ (Foto: AVG Köln)

Pro Jahr werden circa 450.000 Tonnen mineralische Abfälle auf der Deponie abgelagert. Unter der Deponie befindet sich eine bis zu 30 Meter dicke Tonschicht, die als eine natürliche Abdichtung fungiert und das Sickerwasser vom Grundwasser trennt und sie so auf natürliche Weise zu einem idealen Deponiestandort macht. Deponiegas wird mit circa 220 Gasbrunnen gefasst und in einem Blockheizkraftwerk verwertet. Der entstehende Strom wird ins Netz eingespeist, die entstehende Wärme wird zum Heizen der angrenzenden Lager- und Büroräume sowie Werkstätten verwendet.

Die Stadt Köln und die AVG als Besitzer und Betreiber der Deponie „Vereinigte Ville“ planen, die in der freiwilligen Selbstverpflichtung genannten Maßnahmen der optimierten Deponiegasfassung sowie die Deponiebelüftung von Altabschnitten auch für die „Vereinigte Ville“ umzusetzen.

Quelle: Bundesumweltministerium